Sexismus ist kein Kompliment

Von Sarah RaparoliMisch Pautsch

Beleidigung, Drohung, „Mansplaining“, „Victim Blaming“, „Slut-“ oder „Bodyshaming“ – Formen von sexistischer Hate Speech, die sowohl im direkten Gespräch wie im Netz extreme Auswüchse annehmen können. Dass Sexismus gegenüber Mädchen und Frauen in Luxemburg noch immer Thema ist, wurde während den geführten Interviews und der Recherche des Lëtzebuerger Journal deutlich.

„Hab‘ dich nicht so“, „Das ist doch nur ein Kompliment“ oder sonstige eindeutig sexistische Kommentare sind im Netz wie im Alltag keine Seltenheit. Entsprechende Bemerkungen werden oft als harmlos abgetan, auch wenn einige herablassend oder geradezu erniedrigend sein können. Wenn die getätigten Aussagen auf das Geschlecht abzielen, ist von Sexismus die Rede. Frauen, die sich politisch äußern, seien besonders von sexistischer Hassrede betroffen, meint Isabelle Schmoetten von CID Fraen an Gender im Gespräch mit dem Lëtzebuerger Journal. Sexistische Hasskommentare gegenüber Frauen seien eine Realität, so die 30-Jährige. Auch Männer könnten aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden und unter sexistischen Vorurteilen leiden. 

„Es ist aber nicht dieser strukturelle Sexismus, dem Frauen und nicht-binäre Personen ausgesetzt sind. Das ist für mich ein großer Unterschied“. Sie unterstreicht dies mit folgender Aussage: „Es gibt keinen Rassismus gegenüber Weißen und das würde ich auch beim Sexismus sagen - es gibt keinen Sexismus gegenüber Männern. Wenn ein Vater bei einem Sorgerechtsverfahren benachteiligt wird, liegt die Ursache in der sexistischen Vorstellung Kindererziehung sei Frauensache. Männer leiden also durchaus ebenfalls an den Folgen des strukturellen – gegen Frauen* gerichteten – Sexismus“. Die Onlineinitiative BEE SECURE erklärt in einem eigens angelegten Dossier ebenfalls, dass sie Sexismus „als Diskriminierung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts“ bezeichnen.

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