Opgepikt - Himmelfahrtskommando

By Pascal Steinwachs Article only available in German

Der Bettel-Dackel feiert sein erstes Osterfest, der Tiger aus Feulen langweilt sich zu Tode, Paulette Nationale hat keinen Bock mehr, und eine Außenministerlegende radelt sich um den Verstand. Der satirische Wochenrückblick von und mit Pascal Steinwachs.

Osterwochenende

Keine Ahnung, wer die Emaischen erfunden hat, und noch weniger Ahnung, was das Ganze soll, aber jedes Jahr um dieselbe Zeit versammelt sich halb Luxemburg zum fröhlichen Ins-Vögelchen-Blasen: Erst in der Hauptstadt, anschließend in einem Kuhdorf irgendwo im Nirgendwo (der Name des Kuhdorfs ist uns leider entfallen).

Der Ablauf ist indes immer der Gleiche: Erst ein Gläschen zwitschern, und dann in den Vogel blasen, um diesen zum Zwitschern zu bringen, wobei der frühe Vogel hier ausnahmsweise nicht den Wurm, sondern die besten Vögel fängt. Die vogeligen Sammlerstücke sind nämlich allesamt durchnummeriert, und wer zu spät kommt, den bestraft nicht nur das Leben, sondern der bekommt auch keinen Vogel.

Die Sache hat indes einen gewaltigen Haken: Überall, sowohl in der Altstadt als auch in besagtem Kuhdorf irgendwo im Nirgendwo, lümmeln Politiker*innen herum, die jeder/jedem Besucher*in, die/der nicht bei drei auf den Bäumen ist, ein Ei in der Farbe ihrer jeweiligen politischen Blutgruppe in die Hand drücken.

Sogar DP-Auslandsminister Bettel verbannte die internationalen Krisen und Katastrophen (Iran, Libanon, Gaza, Israel, Ukraine, Sudan, Ostsee: Free Timmy! …) kurzzeitig aus seinem Kopf, indem er auf der Emaischen wieder mal Massen an blauen Eiern verteilte, nachdem er zuvor schon zusammen mit seinem Partner ausgiebig das erste Osterfest seines geliebten Dackelviech' Aspro gefeiert hatte, der gleichzeitig neun Monate alt wurde.

Ein süßer Fratz!

Dienstag

Der selbsternannte Tiger ("In Feulen, people call me the Tiger", but where the f*ck is Feulen?, d. Red.) langweilt sich in seiner Rente jetzt schon zu Tode. Die gemeinsame Zeit mit der Gattin, die Gartenarbeit, das Gemüseschnippeln, das Puzzeln (die Dolomiten in 13.200 Teilen), das Samstagmorgen-in-den-Cactus-Einkaufen-gehen (das machen ja tatsächlich alle Rentner*innen am Samstagmorgen), die Kronkorkensammlung-endlich-mal-alphabetisch-sortieren … – alles öde, trist, trostlos!

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