Opgepikt - Banana-Split

By Pascal Steinwachs Article only available in German

Regen, Regen, Regen, ein Woltermich außer Rand und Band, eine Ministerin, die in die Mosel springt, eine stolze Mama – und noch mehr Regen. Der satirische Wochenrückblick von und mit Pascal Steinwachs.

Wochenende

Bernd ist ein Idiot, und obendrein auch noch ein riesengroßes Rindviech! Sorry, aber anders kann man das wirklich nicht ausdrücken. Und ja, wir sprechen hier von Bernd, dem Unwettertief, das auch in Luxemburg für derart viel Misere sorgte, dass einem ganz anders wird.

Um einiges liebenswürdiger als Bernd ist da natürlich Romain. Romain Schneider, der LSAP-Landwirtschaftsminister, der dieser Tage dem Magazin Local Food – Eenzegarteg Lëtzebuerger Produiten (Sachen gibt’s, die gibt’s anscheinend tatsächlich) verriet, dass er beim Einkauf/Essen zwar grundsätzlich „der regionalen und der saisonalen Variante“ den Vorzug gäbe, „hin und wieder“ (sogar ein Obersympath wie Schneider hat scheinbar seine dunklen Geheimnisse) jedoch „den Verlockungen einer Banane nicht widerstehen“ könne. Wer hätte das gedacht! Und ewig lockt die Banane …

Die kommen mit Sicherheit auch im Hause Bofferding hin und wieder auf den Tisch, aber was bei Bofferdings zu Hause wohl eher nicht auf den Tisch kommt, das ist ein Striptease – auf jeden Fall ein Striptease außer Haus. Dass sie kein großer Strip-Fan ist, ließ Chancengleichheitsministerin Bofferding nämlich am Samstag in einem Background am Gespréich mit RTL durchblicken bei dem es unter anderem auch um einen möglichen Besuch von Staatspremier Bettel in einem hauptstädtischen Stripclub ging (da wird Heidi sich aber bestimmt freuen): „Ech weess net, wou de Premierminister erausgeet, hien ass en erwuessene Mann a ka maache wat e wëll. Ech soe just: mech gesäit een net an engem Striplokal“.

Hm … Wir, die Opgepikt-Redaktion, waren natürlich schon mal, vielleicht auch zwei-, drei-, ja, höchstwahrscheinlich sogar viele Male in besagtem Strip-Lokal zu Besuch, und, was sollen wir sagen: alles halb so wild.

Und Bananen, insbesondere die in Form eines Banana-Split („Baisers givrés sur les montagnes blanches/Na na na/On dirait que les choses se déclenchent/Na na na/La chantilly s'écroule en avalanche/Banana banana banana“, Lio, 1979), die essen wir – und Romain Schneider wird uns da wohl zustimmen – natürlich mit Begeisterung, und das nicht nur hin und wieder, sondern oft und immer öfters.

In der Hölle gibt’s wahrscheinlich keine Bananen und in der Mosel ebenfalls nicht, womit wir beim nächsten Thema wären. Also: Wir wissen nicht, welcher Teufel (deshalb auch – aha! – der Hinweis auf die Hölle) Carole Dieschbourg und Léon Gloden gerade geritten hatte, aber die grüne Umweltministerin und der schwarze Bürgermeister von Grevenmacher, die sprangen, warum auch immer, am Sonntag in die Mosel, wie wir am Abend schreckerfüllt in den RTL-Fernsehnachrichten mit ansehen mussten. Gott sei Dank waren die beiden Politmenschen aber nicht ganz so nackig, wie wenn sie in einem Stripclub aufgetreten wären. Uff! Uff! Uff!

Abends war dann anscheinend noch Fußball. Einer hat bestimmt gewonnen, schade um den anderen …

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