Stimmen aus dem Bahnhofsviertel

Von Sarah RaparoliMisch Pautsch

Die Sicherheit im Bahnhofsviertel ist nicht erst seit den rezenten Vorfällen ein Thema. Seit Jahren sei nicht genug unternommen worden, heißt es. Geschäftsleute und Menschen, die im Viertel leben, berichten von ihren Erfahrungen und liefern ein differenzierteres Bild.

Zwei Vorfälle innerhalb von zwei Tagen haben die Diskussion um die Sicherheit im Bahnhofsviertel erneut ins Rollen gebracht. Dass die Gegend seit Jahren nicht zu den beliebtesten Orten Luxemburgs zählt, ist bekannt. Dass es an ausreichend Polizist*innen fehlt, ist konstant Gegenstand hitziger Diskussionen. Letzteres sei einer der Gründe, weshalb die Gemeinde seit Dezember letzten Jahres auf bisher zwei verschiedene Sicherheitsfirmen zurückgegriffen hat. Dass deren Einsatz rechtlich gesehen umstritten bleibt, scheint Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) nicht davon abzuhalten, den Vertrag aufrechtzuhalten. Dieser soll nach sechs Monaten am 15. November auslaufen, werde jedoch automatisch verlängert, es sei denn, er werde vonseiten der Stadt gekündigt. Die Maximaldauer sei auf drei Jahre festgelegt.

Priorität: Wohlergehen der Kund*innen

Obwohl einige Anwohner*innen aus der Gegend die Anwesenheit der Sicherheitsmenschen begrüßen, seien die seit Jahren anhaltenden Probleme damit keineswegs wie durch Zauberhand gelöst worden. Diese Ansicht vertritt auch Gwendolyne Schommer, die im Viertel keine Unbekannte ist. Seit sechs Jahren leitet sie zusammen mit ihrem Vater das Hotel Perrin in der Rue de Strasbourg und empfängt seit dem 26. August in ihrem neuen Bar-Restaurant Madame Jeanette – an der gleichen Adresse – Kund*innen. Auch wenn dies als Übergangslösung geplant ist (in zwei Jahren soll das gesamte Erdgeschoss umgebaut und das Lokal Teil des Hotels werden), wäre sie diesen Schritt wohl kaum gegangen, wenn sie sich nicht wohlfühlen würde. „Ich persönlich fühle mich hier sicher – ich bin aber auch relativ einfach gestrickt“, entgegnet Schommer während unseres Gespräches im Madame Jeanette.

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