„Sprache stirbt nicht aus, sie verändert sich“

Von Sarah RaparoliLex KlerenMisch Pautsch

Keine neue Diskussion, jedoch immer wieder Thema: die luxemburgische Sprache. Besonders auf den sozialen Netzwerken wird häufig ein Verschwinden der Sprache beklagt, die beispielsweise dem Französischen weichen müsse. In einigen Diskussionen gehen die Meinungen so weit, dass das Luxemburgische dabei sei, auszusterben. Ist dem so? Der Versuch, eine Antwort zu liefern.

„Ich habe mich selbst zum Botschafter des Luxemburgischen ernannt.“ Am anderen Ende der Leitung ertönt herzhaftes Lachen. „Nehmen Sie mich nicht zu ernst.“ Wlodzimierz Leszczynski ist 70 Jahre alt und lernt am Nationalen Spracheninstitut (INL) Luxemburgisch. Wlodek kommt aus Polen, lebt seit gut 30 Jahren in Luxemburg und gehört wohl zu den erfahrenen seiner Klasse. Er erhielt vor längerer Zeit die luxemburgische Nationalität.

Wlodek beherrscht mittlerweile ein B1.1 Niveau, der erste Kursbesuch liege schon gut 20 Jahre zurück. „Später habe ich es aber eigentlich nie gesprochen. Ich arbeitete auf einer polnischen Bank. Dort dominierten polnisch, deutsch und französisch.“ Aus Respekt habe er sich anschließend dazu entschieden, doch Luxemburgisch zu lernen, wie Wlodek erklärt. Das tue er nun seit einigen Jahren, ganz auf sich gestellt würde dies allerdings nicht so gut klappen.

Deshalb lobt er die hilfreiche Arbeit, die vonseiten der entsprechenden Autoritäten getätigt wird. Er selbst habe verschiedene Programme und benutze jeden Tag die Tools „Spellchecker“ oder „LOD“, um seine Kenntnisse zu vertiefen oder ein Wort nachzuschlagen. Auch während des Interviews fragt er einige Mal nach, wie dies und jenes auf Luxemburgisch korrekt gesagt wird. Dennoch fehle es an entsprechenden Angeboten in der nationalen Presse.

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