„Fraktionssekretär ist ein 24-Stunden-Job“

Von Pascal SteinwachsLex Kleren

Wir besuchten in den vergangenen Wochen die Fraktionssekretäre derjenigen Parteien, die genug Abgeordnete haben, um im Parlament eine Fraktion zu bilden. Mit 21 Abgeordneten bildet die CSV dabei die immer noch bei weitem größte Fraktion.

Ady Richard ist einer dieser Menschen, die immer picobello angezogen sind und auch bei Temperaturen von über 30 Grad nicht ohne Anzugjacke und passendem Einstecktuch aus dem Haus gehen – zuweilen auch gerne mal mit Panamahut. Zu unserer kleinen Fotosession, vor der hinter dem großherzoglichen Palais gelegenen CSV-Fraktion, war der CSV-Fraktionssekretär dann aber für seine Verhältnisse eher locker gekleidet, was aber nicht verhinderte, dass einige Tourist*innen stehengeblieben sind, da sie sich wahrscheinlich gefragt haben, ob hier vielleicht nicht gerade der Großherzog fotografiert wurde.

Schiffsmodell statt Wasserpfeife

Die größte Fraktion aller in der Abgeordnetenkammer vertretenen Parteien ist nun schon seit einer halben Ewigkeit in diesem verwinkelten Gebäude mit den zwei Türmchen direkt gegenüber dem Hintereingang des Palais untergebracht, von dem aus es nur einen Katzensprung bis ins Parlament ist. Näher dran sind nur noch die LSAP und die Piraten.

Von seinem geräumigen Büro aus sieht Ady Richard allerdings weder auf die Rückseite des Palais noch auf die Hinterseite der Chamber, sondern auf den sterilen Vorplatz des Museums für Geschichte und Kunst auf dem Fischmarkt. Im gleichen Raum hatte vor einigen Jahren übrigens auch schon der damalige Fraktionssekretär und heutige Fokus-Chef Frank Engel sein Büro, das seinerzeit durch eine riesige, für allerlei Spekulationen sorgende Wasserpfeife geprägt wurde. Der aktuelle Amtsinhaber liebt es bodenständiger: Statt Shisha dominieren jetzt Bücher und Familienfotos den Raum; auf dem Tisch vor dem Besucher*innensofa liegt ein Coffee Table Book mit Cartoons aus dem New Yorker und ein Schiffsmodell.

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