Sprechen ist wohl eine der fundamental menschlichsten Fähigkeiten. Es ist schwer, sich eine Gewalt vorzustellen, die den Urinstinkt unterdrückt, dem eigenen Kind eine Muttersprache beizubringen. Doch soziale Medien und der luxemburgische Wohnungsmarkt schaffen sogar das.
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Neben dem aufrechten Gang und opposierbaren Daumen ist die Entstehung komplexer, abstrakter Kommunikation via Tönen ein evolutionärer Moment, der uns zur dominanten Spezies auf diesem Planeten bestimmt hat. Natürlich gibt es körperliche oder kognitive Beeinträchtigungen, die dies einigen Menschen unmöglich machen. Doch als Spezies definiert uns Sprache zu einem großen Teil (Vertreter*innen der Soziologie, Philosophie und Mathematik mögen mir verzeihen, aus mir spricht mein Linguistikstudium).
Über tausende Generationen war es das normalste der Welt, dass Eltern ihre Sprache an ihre Kinder weitergeben – und über sie intergenerationelles Wissen, aus der unsere heutige hochkomplexe Zivilisation geflochten ist. Mit Kindern sprechen ist dermaßen intuitiv, dass die meisten von uns instinktiv unsere Sprache an die des Kindes anpassen, mit dem wir reden, selbst wenn es nicht unser eigenes ist.
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