Rituale, Spannungen und Machtspiele: Die politischen Parteien nutzen die Kongresssaison, um sich selbst zu inszenieren, interne Weichen zu stellen und erste Duftmarken für kommende Wahlkämpfe zu setzen.
Dieser Artikel wird Dir gratis zur Verfügung gestellt. Wenn Du unser Team unterstützen willst, dann schließe jetzt ein Abo ab.
Im Frühjahr erwacht nicht nur die Natur aus ihrem Winterschlaf, nein, in dieser schönsten aller Jahreszeiten feiern auch die Parteien ihr alljährliches Hochamt – zumindest in Luxemburg, wo aktuell nahezu kein Wochenende vergeht, an dem nicht irgendwo irgendein Kongress stattfindet.
So ein Kongress läuft aber auch im 21. Jahrhundert immer noch nach dem gleichen Schema ab: Die eigene Arbeit wird über den grünen Klee gelobt, die anderen Parteien bekommen Saures – und danach geht es zum Aperitif.
Eröffnet wurde die Kongresssaison in diesem Jahr von den Grünen ("wir sind da, um zu bleiben, auch wenn mal ein rauer Wind weht", Tilly Metz), gefolgt von der LSAP, der adr ("die adr ist bereit, die nächsten Wahlen zu gewinnen", Fred Keup) und der CSV, ehe im April beziehungsweise im Juni dann auch noch déi Lénk und die DP zusammenkommen, wobei "déi mam Xavier" wie gehabt das datumstechnische Schlusslicht bilden.
Interessanter als sonst könnte in diesem Jahr der Kongress der Linken werden, deren Militant*innen sich hier womöglich endlich dazu durchringen, den Mumpitz mit dem Rotationsverfahren nach dem 2028er-Wahlgang ein für alle Mal in die ewigen Jagdgründe zu schicken, denn wer seine Stimme 2023 Marc Baum oder David Wagner gegeben hat, der hat das nicht unbedingt für die jeweiligen Zweitgewählten, in diesem Fall Gary Diderich und Ana Correia Da Veiga, die die beiden aktuellen Abgeordneten jedoch im Herbst in der Chamber ersetzen werden.
Freier Zugang zum Rest des Artikels
Du kannst diesen Artikel kostenlos abrufen, wenn du unseren Newsletter abonnierst, der zweimal pro Woche versandt wird. Du brauchst außerdem ein Journal-Konto.
Du hast bereits ein Konto?
Einloggen