Die Welt nach der "Donroe-Doktrin"
Von Misch Pautsch, Sherley De Deurwaerder, Lex Kleren Für Originaltext auf Englisch umschalten
Venezuela, Kuba, Grönland, Iran, Mexiko, Brasilien, Nigeria... die Liste der Länder, die in letzter Zeit ins Visier von Donald Trump geraten sind, ist lang und vielseitig, zugleich jedoch wenig überraschend angesichts der US-amerikanischen Ambitionen, die in der im Dezember vorgestellten Nationalen Sicherheitsstrategie 2025 dargelegt sind.
Der Schwerpunkt der jüngsten nationalen Sicherheitsstrategie der USA ist recht eindeutig: die "westliche Hemisphäre" (zu der nach Trumps Verständnis Europa oder Afrika nicht zu gehören scheinen) steht an erster Stelle. Sie erhebt den amerikanischen Kontinent zum Hauptproblem für die Sicherheit der USA und belebt damit die Monroe-Doktrin - aufgewertet durch die "Trump-Logik" alias die "Donroe-Doktrin" - wieder, eine Politik aus dem Jahr 1823, die besagt, dass der amerikanische Kontinent eine Einflusssphäre der USA sein sollte, damit sich die damaligen europäischen Kolonialmächte aus dem amerikanischen Kontinent heraushalten würden. Trumps Strategie greift diese alte Politik wieder auf und macht sie sich zu eigen, indem sie insbesondere China und Russland als nicht-hemisphärische Konkurrenten darstellt, deren militärischer und wirtschaftlicher Einfluss begrenzt werden sollte.
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