Der letzte Strohhalm der Ermittlung

Von Sarah RaparoliMisch Pautsch

Phantombildzeichner*innen sind Ermittler*innen, Kreative und Seelsorger*innen zugleich. Bestenfalls trägt ihr angerfertigtes Bild zum Erfolg einer Investigation bei. Das Lëtzebuerger Journal hat die zwei einzigen Zeichner*innen Luxemburgs besucht.

„Willkommen beim luxemburgischen CSI!“, entgegnet Marc Melchior mit breitem Grinsen, als er durch die Gänge des Hammer Polizeigebäudes geht. „Eigentlich trägt unsere Abteilung den Namen Mess- und Erkennungsdienst.“ Denn Melchior ist in erster Linie Forensiker und Kriminaltechniker. „Das macht 98 Prozent unserer Arbeit aus …“ Er schaut rüber zu seiner Arbeitskollegin Rachel Pleger, bevor er fortfährt. „… und wir sind die zwei Glücklichen, die zusätzlich noch das hier machen dürfen.“ Er zeigt auf die zwei großen Bildschirme auf den Tischen vor uns. „Die Betonung liegt auf ‚machen dürfen‘, weil es eine willkommene Abwechslung zum regulären Arbeitsalltag ist.“

Die wenigsten würden diese Begeisterung für etwas, was stets mit Kriminalität, Leid und Trauma einhergeht, teilen. Und dennoch muss sich vor Augen geführt werden, dass es ein Job mit ernstem Hintergrund ist, der gleichzeitig so kreativ sein kann und viel mehr ist als die reine Anfertigung von möglichst realistischen Bildern potenzieller Straftäter*innen. „Bei unserer eigentlichen Arbeit leben die Menschen entweder nicht mehr oder wir haben ausschließlich mit Polizisten und Ermittlern zu tun“, erzählt Melchior. „Beim Mess-und Erkennungsdienst sehen wir das Heftigste vom Heftigsten. Wir haben hauptsächlich mit schweren Kriminalfällen oder solchen mit einer hohen Komplexität zu tun.“ Tödliche Verkehrsunfälle, Brände, Sexualdelikte, um einige Beispiele zu nennen.

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