Opgepikt - E Wupp an eng Kippchen

By Pascal Steinwachs Article only available in German

Warum heißt PISA eigentlich PISA und nicht FLORENZ? Der satirische Wochenrückblick von und mit Pascal Steinwachs.

Wochenende

Derweil es im sowieso schon düster-finsteren Sachsen-Anhalt, dem dunkelsten Dunkeldeutschland, nach dort, wie überhaupt in die DDR uns schon in normalen Zeiten keine zehn Pferde, ja nicht mal Kate Moss hinbekommen würde, noch dunkler wird, hat sich Donald Trump die Haare gefärbt.

Im Wort sind sie scheinbar derart vom gepimpten US-Präsidenten angetan, dass sie sogleich bei einem Luxemburger Herrenfriseur nachfragen mussten, was es mit der neuen Frise auf sich hat, und ja, auch der Coiffeur ist beeindruckt: "Diese Farbe steht ihm tatsächlich viel besser als das, was wir sonst von ihm gewohnt sind. Eine Zeit lang wirkten seine Haare sehr gelblich, manchmal braunrot oder bordeauxfarben – ehrlich gesagt: nicht wirklich gelungen. Ich könnte mir vorstellen, dass dabei eine richtige Haarfarbe verwendet wurde, die mit seinen grauen bis weißen Haaren nicht besonders gut harmoniert hat."

Wow! So was nennt sich dann wohl Investigativjournalismus …

Superinteressant auch das Wort-Interview mit der neuen Marschallin von Großherzogs, die nicht nur für Ordnung bei Blaubluts zu sorgen hat, sondern auch leidenschaftlich gern Mountainbike fährt: "Während des Fahrens muss man sich konzentrieren, es ist wichtig, nicht auszurutschen. Wir fahren sehr respektvoll, dem Wald gegenüber, und den Leuten gegenüber, die auch im Wald unterwegs sind."

Da freut sich der Wald …

Montag

Wir waren auf der Braderie, und es war … na ja, es war so na ja. Derweil die meisten zum Gutt-Affäre-Maachen (haha, Pustekuchen!!, d. Red.) im Getümmel waren, um sich anschließend vielleicht auch noch E Wupp an eng Kippchen beim Kaiffer zu gönnen, mussten wir doch tatsächlich arbeiten.

Nein, nicht mit den Händen – Gott bewahre! -, und auch nicht mit den Beinen (was machen eigentlich die Gebrüder Schleck?, egal: wir haben ja jetzt Patrizia Van der Weken) … viel schlimmer: mit dem Kopf.

Und zwar waren wir extra vor Ort, um die Politiker*innen, die an diesem Tag ja traditionell in Scharen die Philippsgaass und die Plëss bevölkern, um dort mit ahnungslosen Passant*innen ins Gespräch zu kommen, ach was: um diese mit allerlei Krimskrams zu bestechen, auf dass aus den Passant*innen zukünftige Wähler*innen werden, ähm …, also: Wir waren vor Ort, um die Politiker*innen zum Opgepikt zu befragen.

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