Opgepikt - Come and see

By Pascal Steinwachs Article only available in German

Wer jetzt noch keine Blumen hat, der hat noch keine Blumen. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben. Jaja, der Valentin ruft. Der satirische Wochenrückblick von und mit Pascal Steinwachs.

Wochenende

So einen Premierminister, pardon … Vizepremier wie unseren Xavier gibt es weltweit wahrscheinlich nur einmal, und das ist doch, nun ja … einmalig!

Da hat der Kerl dieser Tage doch tatsächlich auf seiner offiziellen Xavier-Bettel-Facebook-Seite (fast 80.000 Follower*innen) eine Unmenge von Knuddelfotos seines geliebten Dackels Aspro gepostet, der nun schon über ein halbes Jahr das Ein und Alles der Familie Bettel ist: "A bit more than 6 months ago you became our new family member".

Seinen ersten großen Auftritt hatte der Bettel'sche Wauwau bekanntlich im vergangenen Oktober während einer Arbeitsvisite des kapverdinesischen Regierungschefs, dem er seinerzeit gehörig die Show stahl, was sogar fast einen diplomatischen Eklat verursacht hatte, so dass Bettel, der ja nicht nur Hundepapa, sondern auch noch Auslandsminister ist, bei seinem aktuellen Besuch auf den Kapverden zwar genügend Aspirin, aber keinen Aspro im Gepäck hat.

In etwa zur gleichen Zeit, in der Bettel seinem Dackelviech auf Social Media huldigt, postet Premier Luc Frieden, der bekanntlich immer leicht neidisch auf seinen beliebten Vizepremier ist, auf seiner offiziellen Facebook-Seite (mickrige 9.000 Follower*innen) langweilige Ich-am-Rednerpult-der-Harvard-Universität-Videos aus den USA, auf denen er zu allem Übel – wer soll das verstehen?! – auch noch Englisch parliert, dies unter dem Motto Come and see … The European Way (wahrscheinlich hat er sich hier am Motto seines Grevenmacherer Parteikollegen Léon Gloden inspiriert, dessen Slogan Miseler Way Of Life die Leute einst zum Mehr-Wein-trinken verführen sollte).

Etwas ganz Besonderes ist auch Kultur- und Tourismusminister Eric Thill, hat dieser doch einen Bart, der derart makellos ist, dass er wie angepinselt aussieht (und wir schroben das ja schon viele, viele Male), was jetzt aber auch der Wort-Kulturredaktion aufgefallen ist, die in diesem Zusammenhang sogar von der "schönsten Maske der Politik" spricht. "Jedes einzelne Haar davon ist so perfekt und präzise ausgerichtet, wie es die Organisation des Bühnenpreises im Sommer 2025 nicht war" (haha, das soll wohl als Seitenhieb auf irgendeine Kulturveranstaltung verstanden werden).

Eric Till ist natürlich ebenfalls auf Facebook (rund 5.500 Follower*innen), und dort hat er jetzt ein Reel veröffentlicht, in dem (warum auch immer? Wir haben nur drei Sekunden in das Video reingeschaut, da war uns schon langweilig) einen Doktorkittel trägt, aber vielleicht hat er nach zwei Jahren ja bereits genug von diesem ganzen Kultur-und Tourist*innenkram, und will jetzt Orthopäde werden.

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