Wir bauen doch nicht ganz dicht

Von Christian BlockLex Kleren

Luxemburg gehört zu den Ländern mit den größten Wohnungen Europas – bei gleichzeitig starkem Bevölkerungswachstum und hohen Bodenpreisen. Warum Verdichtung hierzulande oft an politischen, planerischen und kulturellen Grenzen scheitert und weshalb das Bild vom "zu dichtem Bauen" einer nüchternen Neubewertung bedarf.

Der Politmonitor vom vergangenen Dezember bestätigt das Offensichtliche: Bezahlbares Wohnen bleibt für viele Luxemburger*innen das größte Sorgenkind. 70 Prozent benennen den Zugang zu Wohnraum als Dringlichkeitsthema. Müsste Luxemburg also nicht viel konsequenter dichter bauen?

Für Antoine Decoville besteht daran kein Zweifel. "Luxemburg gehört zu den Ländern mit den größten Wohnungen in Europa, mit im Jahr 2023 knapp 140 m² pro Wohnung; in einem Land, das paradoxerweise in den letzten 15 Jahren das stärkste relative Bevölkerungswachstum in Europa verzeichnet hat. Und wir haben ein Land, in dem auch der Bodenwert (Baulandpreise, d. Red.) äußerst hoch ist. Die Kombination dieser verschiedenen Parameter ist nicht langfristig tragfähig." Es gelte, die Bodennutzung zu rationalisieren und Versiegelung zu begrenzen, sagt der Forscher am Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER) auf Belval.

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