Ungutes Bauchgefühl

Von Sarah RaparoliLex Kleren

Bauchschmerzen und der ständige Drang, auf die Toilette zu müssen, ist für viele Menschen mit Morbus Crohn Alltag. Zwei Betroffene berichten gegenüber dem Lëtzebuerger Journal von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

Eine normale Busfahrt, ein gemütliches Abendessen mit Kolleg*innen, die Geburtstagsfeier des besten Freundes. Es sind Situationen, die entweder alltäglich sind oder auf die man mit Vorfreude blickt. Für Menschen mit Morbus Crohn bedeuten sie immer wieder aufs Neue eine große Herausforderung. „Fragen wie ‚Muss ich wirklich dorthin?‘, ‚Habe ich einen guten oder schlechten Tag?‘ oder ‚Vielleicht ist es besser zuhause zu bleiben‘ sind mir anfangs sehr oft durch den Kopf gegangen“, erklärt Isa Kemp. Die 26-Jährige hat Morbus Crohn, mittlerweile gehe es ihr wieder ganz gut, wie sie selbst sagt. „Bis ich wusste, was los ist, vergingen jedoch gut zwei Jahre.“ Ein langer Prozess, der viel von Isa abverlangte.

Um 2013 habe alles angefangen. Sie litt unter Bauchkrämpfen und verbrachte viel Zeit auf der Toilette. Bevor sie wusste, warum sie solche Schmerzen hat, sei es sehr schwer gewesen. „Ganz egal, was ich zu mir nahm, es endete in heftigen Bauchschmerzen und -krämpfen. Und so dumm es auch klingen mag: Egal wo ich war, ich habe mich stets versichert, dass eine Toilette in der Gegend ist, – falls ich wieder etwas nicht vertragen habe.“ Innerhalb von drei bis vier Monaten habe sie 20 Kilo abgenommen, weil sie kein Essen mehr vertragen habe. „Mein Körper hat nichts mehr aufgenommen.“ Sie sei jedoch nicht alleine betroffen gewesen. „Für meine Familie war es schwer, besonders für meine Mutter. Sie saß neben mir auf dem Bett und weinte, weil ich solche Schmerzen hatte und sie nicht wusste, wie sie mir helfen soll.“

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