„Sie sind nicht weniger [wert] als die anderen“

Von Christian BlockLex KlerenMisch Pautsch

Für rund 680 Schüler*innen beginnt die Sekundarschullaufbahn in diesem Herbst auf der „voie de préparation“, auch bekannt als „Préparatoire“. Was ist ihr Profil und welche Perspektiven haben sie? Eine Annäherung an eine wenig beachtete Stufe des Bildungssystems, die ein wenig von ihrem Stigma verloren zu haben scheint.

Der Schwamm ist noch eingepackt, die Wände des Klassensaals kahl und hinten türmen sich Unterrichtsbücher. Nur die auf den Pulten herumliegenden, in der Hälfte gefalteten DinA4-Blätter mit den handgeschriebenen Namen deuten auf eine Rückkehr von Aktivität hin. Noch vor wenigen Stunden saßen die Schüler*innen der siebten Klasse hier zum ersten Mal und lernten die Schule und sich gegenseitig kennen. Manch eine*r war sicherlich aufgeregt. Das imposante, weitläufige Foyer des Lycée Bel-Val, die scheinbar endlosen Flure und überhaupt der Wechsel in ein neues System: Alles steht hier im Kontrast zur Grundschule, die sie in den Jahren zuvor besucht haben.

Für Philippe Biever war die „Rentrée“ der Septimaner*innen eine positive Erfahrung, auch wenn es schwierig sei, die anderen nach drei Jahren gehen zu sehen. Das war im Juli. „Jetzt fängt wieder ein neues Kapitel an“, sagt der Lehrer.

Mit Schüler*innen arbeiten wollte der 41-Jährige schon immer. Zunächst versucht er sich an einem Maschinenbaustudium, macht dann aber die Ausbildung zum Grundschullehrer, obwohl er es eigentlich bevorzugt, mit Jugendlichen zu arbeiten. Irgendwann im Verlauf des Studiums erfährt er dann aber, dass Grundschullehrkräfte auch im „Préparatoire“ unterrichten. Da war die Sache für ihn klar. Nach dem Abschluss im Jahr 2005 am damaligen Institut Supérieur d’Etudes et de Recherches Pédagogiques (Iserp) fängt er noch im Herbst des selben Jahres in der als „gréng Schoul“ bekannten Annexe des LTE in Esch/Alzette an- die als Abschreckung für ganze Schülerkohorten fungierte.

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