Neun Monate auf der Bank

Von Misch Pautsch

Wenn Profisportler*innen sich verletzen, heißt es meistens, dass ihr Team ohne sie auskommen muss, bis sie wieder auf den Beinen sind. Doch der*die Athlet*in muss genauso lange ohne seinen*ihren Sport auskommen – nicht leicht, wenn sich bisher das ganze Leben darum gedreht hat.

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Magaly Meynadier macht gerade eine Verschnaufpause im hell beleuchteten High-Performance Training & Recovery Center (HPTRC) als wir sie im Untergeschoss der Coque antreffen. Die professionelle Basketballspielerin ist aktuell dreimal die Woche hier, nachdem am 1. Mai 2022 – zusammen mit ihrem Knie – ihr gewohntes Leben weggebrochen ist. Beim einem „eigentlich absolut normalen Sprung in einem freundlichen Spiel“, erinnert sie sich, hat sich ihr „Oberkörper bei der Landung weggedreht, nachdem das Bein schon stabil auf dem Boden stand“. Dann ein Zucken durch den ganzen Körper. Diagnose: Vorderer Kreuzbandriss und gerissener Meniskus. Voraussichtliche Erholungszeit: etwa neun Monate.

Neun Monate, die von Unsicherheiten und Selbstzweifeln durchzogen sein werden. Denn zum Zeitpunkt einer schweren Sportverletzung kann niemand mit Sicherheit sagen, ob Sportler*innen wieder ihr vorheriges Niveau erreichen, und wie steinig der Weg dahin sein wird. Und dieser war, tatsächlich, steinig. Ihre erste Operation, bei der das gerissene Kreuzband durch eine Kniesehne ersetzt wurde, hatte Meynadier drei Wochen nach dem Unfall. Doch anhaltende, intensive Schmerzen nach dem Eingriff deuteten darauf hin, dass der Heilprozess nicht richtig verlief. Die Nächte nach der Operation, erinnert sie sich, ist sie fast ständig aufgewacht: „Oft unter Tränen. Während dieser Zeit habe ich kaum geschlafen, vielleicht zwei Stunden die Nacht.“ Die Wunde war falsch zusammengewachsen, verklebte innerlich – was nur durch eine zweite OP korrigiert werden kann. Sie musste ein zweites Mal unters Messer.

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