Kampf um den Pensionsfonds

Von Philippe SchockweilerLex KlerenMisch Pautsch

Der milliardenschwere Luxemburger Pensionsfonds (FDC) investiert in klimaschädliche Projekte und befeuert so, mit Beiträgen Luxemburger Arbeitnehmer*innen, den Klimawandel. Das Sozialministerium, der Fonds und die NGOs in Luxemburg liefern sich seit Jahren einen Schlagabtausch darüber, wie der Fonds de Compensation sich in Zukunft ausrichten soll.

Der Fonds de Compensation de la Sécurité Sociale ergab sich Anfang der 2000er aus den Überschüssen der Sozialabgaben. Im Ministerium für soziale Sicherheit versuchte man, dem Fonds ein breitgefächertes Angebot an Investments mit einem weit gestreuten Risiko zu verpassen. Gewährleistung von Rentabilität und Sicherheit von Investments waren am Anfang die Maxime. Dieses Denken beeinflusst die Entscheidungsträger*innen beim FDC bis heute.

Ein Erbe, das für viele NGOs ein Damoklesschwert ist: „Das allerwichtigste im Fonds bleibt die direkte Rendite, nicht die mittel- oder langfristige Ausrichtung. Das sagt quasi auch das Gesetz, und hier ist genau der Denkfehler, welcher einen nachhaltigeren Fonds verhindert“, meint Paul Polfer, der den „Klimawatchdog“ Votum Klima vertritt. Er findet, dass hier auch die Politik gefragt ist, um den Weg dorthin über legale Rahmenbedingungen vorzubereiten. Recherchen von Greenpeace belegen, dass der FDC auch im Jahr 2019 in fossile Brennstoffe investiert hat. Zu den klimaschädlichen Firmen, in die investiert wurde, gehören zum Beispiel Shell, Total und Exxon Mobil. Diese Firmen zählen zu den sogenannten Carbon Majors und gehören damit zu den 100 Firmen, die für über 70 Prozent der Treibhausgasemissionen seit 1988 verantwortlich sind. Insgesamt investierte der FDC in 32 der 50 größten Carbon Majors mit ca. 285 Millionen Euro.

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