Impfungen unter dem Radar

Von Misch PautschLex Kleren

Die Regierungen der Welt kämpfen aktuell für jedes Prozent bei den Impfquoten. Luxemburg scheint dabei einen blinden Fleck zu haben: Personen, die zwar in Luxemburg angemeldet sind, aber im Ausland geimpft wurden. Besonders unter Studierenden scheint die offiziell erfasste Quote zu niedrig zu sein – möglicherweise deutlich.

Julie Warken ist seit März 2021 geimpft – und für die luxemburgischen Statistiken unsichtbar. Als Medizinstudentin war sie eine der ersten, die über die von ihrer Universität in Frankfurt organisierten „Sonderimpftage“ ihre Grundimmunisierung erhalten hat. Bevor sie, wie alle Medizinstudent*innen, diese Einladung bekam, hatte sie eine Anfrage an das Gesundheitsministerium in Luxemburg geschickt, um eine Erstimpfung zu beantragen. Diese sollte ihr als Mitglied des Gesundheitspersonals, das im Kontakt mit kranken und vulnerablen Personen arbeitet, eigentlich zustehen. Ihre Anfrage wurde ignoriert.

Es dauerte bis Juni bis sie, wie alle in Luxemburg gemeldeten Personen in ihrer Altersgruppe, endlich ihre normale Einladung von der Santé erhielt. Diese hat sie ihrerseits ignoriert – schließlich war sie seit April doppelt geimpft. Die Einladungen der Santé zur Erstimpfung stapelten sich bei Julies luxemburgischer Adresse, denn Julie gilt in Luxemburg bis heute noch nicht als vollständig geimpft.

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