Sarah Mandres, die inzwischen zu den spannendsten Stimmen der jungen Luxemburger Kunstszene gehört, will mit ihrer Kunst nicht gefallen, sondern Denkanstöße geben. Uns hat sie unter anderem verraten, warum sie sich selbst gerade in ihrer künstlerischen Pubertät sieht.
Als wir an einem dieser unendlich sonnigen Nachmittage, wie es sie in diesem Schwitzsommer ja zuhauf gibt, in Verlorenkost ankommen, werden wir bereits von Sarah Mandres erwartet. Zusammen mit rund 40 andere Künstler*innen hat auch die Escherin hier, in der ehemaligen Gendarmeriekaserne, die inzwischen von der Association des Artistes Plasticiens du Luxembourg genutzt wird, ihr Atelier.
Dieses ist recht klein, was aber nicht verhindert, dass sich dort Leinwände, Holzplatten, Werkzeuge, Gipsformen und Objekte stapeln, die irgendwann Kunst beziehungsweise Teil einer Installation werden könnten. Wenig später besuchen wir dann auch noch die nur einige Katzensprünge entfernte Gruppenausstellung Common Ground in den Rotonden, auf der Mandres im Rahmen der sechsten Ausgabe der Triennale Jeune Création Luxembourg et Grande Région, mit ihrer für einigen Gesprächsstoff sorgenden Installation Baby Boom Bumm vertreten ist.
"Ohne Kunst kann ich einfach nicht leben. Ich mache schon Kunst, seit ich ganz klein war", sagt uns die 38-Jährige dann auch gleich zu Beginn des Gesprächs, die wir vor vier Jahren übrigens schon mal interviewt hatten – seinerzeit anlässlich einer Ausstellung des Künstler*innenkollektivs Cueva.
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