Finanzen: Früh übt sich

Von Audrey SomnardLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

Wie kann man Kindern den Umgang mit Geld beibringen? In unserer Gesellschaft ist dieses Thema immer noch ein Tabu und es ist schwierig, darüber zu sprechen, obwohl es unseren Alltag von klein auf prägt. Zwar hat der Charakter einen großen Einfluss auf unser Verhältnis zu Geld, ob wir nun jeden Cent zweimal umdrehen oder sorglos Geld ausgeben, doch Eltern und Gesellschaft stehen bei der Finanzerziehung an vorderster Front.

In einem Land wie Luxemburg, in dem der Finanzplatz eine so wichtige Rolle spielt, ist die Erziehung zu den Grundlagen des Finanzmanagements eine Notwendigkeit. Die von der OECD entwickelten Grundsätze und bewährten Verfahren zur Sensibilisierung für die Finanzbildung empfehlen, dass diese so früh wie möglich beginnen und in den Schulen unterrichtet werden sollte. Die Aufnahme dieses Themas in die Lehrpläne ermöglicht es den Kindern, sich das Wissen und die Fähigkeiten anzueignen, die sie benötigen, um in jeder Phase ihres Lebens ein verantwortungsvolles Finanzverhalten an den Tag zu legen. „Es wird ihnen helfen, die richtigen Fragen in Bezug auf ihre Konsumgewohnheiten zu stellen und sie ermutigen, als Erwachsene ihr Budget gut zu verwalten“", erklärt Jessica Thyrion, Beraterin für Finanzbildung bei der ABBL.

Auch wenn die Lehrpläne der Schulen noch keine Finanzbildung beinhalten, gibt es mehrere Initiativen, die in diese Richtung gehen. Im Interesse der Branche: Kinder, die für Geldfragen sensibilisiert sind, werden als Erwachsene ihr Budget besser verwalten können, weniger Angst vor Finanzprodukten haben und somit ein besseres Bild von der Bank haben. Die „Association des Banques et Banquiers Luxembourg“ (ABBL) engagiert sich daher seit 2015 aktiv im Bereich der Finanzbildung. Das erste Programm, das im Rahmen der European Money Week initiiert wurde, war die „Woch vun de Suen“ (Woche des Geldes), die sich an Schüler*innen im Alter von zehn bis 12 Jahren richtete. Sie erreicht derzeit jedes Jahr zwischen 600 und 1.100 Schüler*innen. Diese Aktivität findet jedes Jahr in der dritten Märzwoche statt und wird an allen Grundschulen in Luxemburg durchgeführt.

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