Einen Tick besser sein

Von Pascal SteinwachsAnouk FleschMisch Pautsch

Frauen an den Turntables gibt es inzwischen zwar immer mehr, dominiert wird die DJ-Szene aber weiterhin von Männern, was indes nicht nur für die elektronische Musik, sondern für die ganze Musikbranche gilt. Wir machten uns selbst ein Bild und stürzten uns ins Nachtleben.

Weibliche DJs und Musikproduzentinnen wie Peggy Gou, Amelie Lens, Charlotte de Witte und Nina Kravitz können sich zwar gerade nicht über mangelnden Erfolg beklagen, aber das sind Ausnahmen, und im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen sind sie immer noch weniger sichtbar. An den Plattenspielern und an den Decks sind die Frauen nämlich weiterhin unterrepräsentiert, derweil auf den Plakaten der berühmten Clubs und der großen Festivals nach wie vor vornehmlich Männer als Headliner angekündigt werden.

Mehr als Knöpfchen drehen

Auch haben Frauen hinter dem DJ-Pult nicht nur öfters mit Diskriminierung und Sexismus zu kämpfen als ihre männlichen Counterparts, sondern auch mit Stereotypen. Soll es doch Leute geben, die bei weiblichen DJs als Erstes an Gestalten wie Paris Hilton denken: Ein bisschen rumhüpfen, ein bisschen an den Reglern drehen, dabei nett lächeln und gut aussehen, und das war‘s – als ob es diese Knöpfchendreher nicht auch unter den Männern geben würde …

Frauen – und das gilt leider auch im Jahre 2022 immer noch nicht nur für die Musiklandschaft –, wollen sie Anerkennung bekommen, müssen sich jedenfalls immer noch mehr beweisen als Männer, müssen „einen Tick besser sein“, wie Miss Sappho alias Mandy Boehm uns gegenüber hervorhob. Mit ihr unterhielten wir uns vor kurzem unmittelbar vor ihrem Auftritt im Gudde Wëllen.

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