Ein Garten für die Zukunft

Von Christian BlockMisch Pautsch

Seit rund zehn Jahren ist Nadira Anahata in der Transitionsbewegung aktiv. Die gebürtige Pakistanerin ist davon überzeugt, dass sich die Art und Weise des Gärtnerns verändern muss, angesichts des Klimawandels allerdings auch die Auswahl der Pflanzen.

Es ist einer dieser Tage, deren wir einige in diesem Jahr hatten. Schon am Vormittag ist das Thermometer nicht mehr weit von der 30-Grad-Marke entfernt. Die Erde bildet Risse und der Trockenstress hat Spuren in den Beeten hinterlassen.

Mit den Adjektiven „unvorhersehbar“ und „extrem“ beschreibt Nadira Anahata das Wetter. Der Rundgang durch den kleinen Gemeinschaftsgarten nördlich der Hauptstadt zeigt ein kontrastreiches Bild. Manches wächst wie wild, anderes so gut wie gar nicht. „Die konventionellen Wege funktionieren wirklich nicht. Wir haben die Stangenbohnen bereits drei Mal gepflanzt“, beobachtet Nadira Anahata. Auch die Karotten, in Nadiras Herkunft, Pakistan, eine Winterkultur, wachsen nicht. Sie legt die Setzlinge, die sie später noch einpflanzen will, auf dem Boden ab. Mit vereinten Kräften rücken wir eine Picknickbank in den Schatten. Trotzdem drückt die Sonne.

Nadira Anahata ist seit einem guten Jahrzehnt Teil der Transitionsbewegung in Luxemburg. Doch ihre Verbundenheit mit der Pflanzenwelt wurzelt tiefer. In ihrer frühen Kindheit in Pakistan sind ihre ersten Begegnungen mit dem Garten vermerkt. „Das erste, was ich nach dem Aufstehen gemacht habe, ist in den Garten zu gehen, dort etwas auszugraben und es zu essen“, erinnert sie sich. Auch wenn Anahata in ihrem Leben viele Jahre in Appartmentwohnungen wohnte, sei das Gärtnern und ihre Liebe zu Pflanzen immer präsent gewesen. So studierte sie etwa in den 1970er Jahren die Wirkung von Kräutern und Ätherischen Ölen. „Noch heute arbeite ich mit, sagen wir, außergewöhnlichen Pflanzen“, sagt Anahata, und meint essbare Pflanzen oder solche mit medizinischer Wirkung.

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