Astronomische Immobilienpreise, "atypische" Grenzgänger*innen und "erschwinglicher" Wohnraum für alle: Die Wohnungskrise nimmt immer absurdere Formen an. Und wo gebaut wird, wird oft Potenzial verschenkt.
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In der Stauseegemeinde Harlingen sollen seit gut 20 Jahren 67 "erschwingliche" Wohnungen entstehen. Die sonderbare Geschichte ließe sich als Lokalposse abtun, würde sie nicht eine weitere Schwäche des "bail emphytéotique" offenbaren.
Kurz zur Erinnerung: Es handelt sich um jenes Modell, bei dem man eine Wohnung kauft und das Grundstück über viele Jahre mietet. Die auf diese Weise "niedrigeren" Preise sollten eigentlich Menschen Eigentum ermöglichen, die keine Chance auf dem normalen, oder, besser gesagt, weil die Preislage heute alles andere als normal ist, regulären Wohnungsmarkt haben.
Nur: Die Ausweitung der Einkommenskriterien vor ein paar Jahren hat den Begriff "logement abordable" völlig sinnentleert, weil inzwischen 70 Prozent der Haushalte dafür infrage kommen. Wenn öffentliche Bauträger auf Wohnungen sitzen bleiben, weil ihre Zielgruppe bei den Banken Absagen erhält, kann man das Problem doch nicht dadurch lösen, dass man Besserverdienenden den Vorzug einräumt.
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