Der ewige Junior

Von Pascal SteinwachsLex Kleren

Die LSAP hat in ihrer langen Geschichte viel erlebt. Das haben Robert Goebbels und Danielle Igniti ebenfalls. Ein Einblick in die Welt der Sozialistenmenschen.

Vor 120 Jahren als sozialdemokratische Partei gegründet, aus der erst die Arbeiterpartei und dann die sozialistische Arbeiterpartei, also die heutige LSAP wurde, ist es dieser als einzige der drei großen, traditionellen Parteien (die Grünen kamen erst Mitte der 80er Jahre dazu) bis jetzt noch nie gelungen, den Posten des Premierministers oder der Premierministerin zu stellen.

Flügelkämpfe

Dabei trug und trägt die LSAP in den vergangenen Jahrzehnten – mit Ausnahme der Legislativperioden von 1969-1974, 1979-1984 und 1999-2004 – ununterbrochen Regierungsverantwortung, die demnach eine Art ewiger Juniorpartner ist. Die Hoffnungen ruhen nun auf Paulette Lenert, die es als – laut Umfragen – aktuell beliebteste Politikerin des Landes fertigbringen könnte, nicht nur die erste Sozialistin, sondern auch die erste Frau zu sein, die in Luxemburg den Posten der Regierungschefin erobert, aber bis zum Wahltermin 2023 läuft noch viel Wasser die Mosel hinunter.

Was bei der LSAP eine Zeit lang besonders hervorstach, das war ihr Hang, parteiinterne Streitigkeiten nach außen zu tragen. Angefangen bei der Spaltung Anfang der 70er Jahre bis hin zu den Querelen zwischen dem linken Flügel (die LSAP hatte lange ein enges Verhältnis zu den Gewerkschaften LAV und später OGBL) und der nicht ganz so linken Parteispitze in diesem Jahrtausend. Inzwischen, genauer seit dem Rückzug der früheren Escher Bürgermeisterin Vera Spautz aus der aktiven Politik und dem Eintritt des langjährigen Parteirebells Dan Kersch erst in den Staatsrat, und dann in die Regierung, ist der Gewerkschaftsflügel innerhalb der LSAP aber quasi inexistent.

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