déi Lénk: Wie viel kann man mit zwei Sitzen im Parlament verändern?

Von Pascal Steinwachs, Lex Kleren

Des einen Freud, des anderen Leid: Gemäß dem Rotationsprinzip lösen Ana Correia da Veiga und Gary Diderich Mitte Oktober David Wagner und Marc Baum als Abgeordnete von déi Lénk im Parlament ab. Ein Gespräch über die Wohnungskrise, Rassismus, den Klimawandel, Palästina und linke Politik.

Ana Correia da Veiga und Gary Diderich kommen mit unterschiedlichen Erfahrungen ins Parlament. Correia da Veiga war Mitglied des hauptstädtischen Gemeinderats und arbeitet nun schon seit einiger Zeit als parlamentarische Mitarbeiterin bei der déi Lénk; Diderich war lange Jahre Co-Parteisprecher und kennt die kommunalpolitische Arbeit aus Differdingen, wo er im Gemeinderat ist. Nun wechseln beide auf die nationale Ebene.

In der Abgeordnetenkammer will sich Gary Diderich in erster Linie mit der Wohnungspolitik und der Klimakrise befassen, derweil Ana Correia da Veiga sich vor allem mit den Bereichen Bildung, Familie und Gesundheit beschäftigen will. "Das sind Themen, die mir am Herzen liegen und in denen ich mich wiederfinde."

Dass sie wegen des Rotationsprinzips, das in den Anfangsjahren der Grünen ja auch bei der GAP (Gréng Alternativ Partei) angewandt wurde, inzwischen aber nur noch bei der Linken, nur zwei Jahre Zeit haben, um Akzente in der Chamber zu setzen, sehen die beiden relativ entspannt. Diderich räumt zwar ein, dass der Wechsel für diejenigen, die herausrotieren, nicht einfach sei, aber das Rotationsprinzip sei nun einmal in den Statuten der déi Lénk festgeschrieben. "Es ist jedoch nichts, worüber man nicht diskutieren könnte. Und das machen wir."

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