Wer Hana Sofia Lopes begegnet, trifft auf eine Frau, die scheinbar mühelos zwischen Welten wechselt. Die luxemburgisch-portugiesische Schauspielerin ist in Filmen und im Theater zu sehen, spricht sieben Sprachen, weiß was sie will, und bleibt dennoch erstaunlich bodenständig.
Als Hana Sofia Lopes am vergangenen Samstag aus dem großherzoglichen Palais kommt, wo sie als prominente Luxemburgerin portugiesischer Abstammung am offiziellen Mittagessen zu Ehren des neuen portugiesischen Präsidenten teilgenommen hatte, zieht sie erst mal ihre hochhackigen Schuhe aus. Die Füße schmerzen, wie sie uns verrät. Wir sind nämlich ebenfalls in der Stadt und treffen zufällig auf die Schauspielerin, mit der wir einige Tage zuvor ein umfassendes Interview geführt haben.
Für einen kurzen Moment wirkt sie auf uns beinahe wie eine moderne Aschenputtel-Figur, die ja einen ihrer Schuhe beim Tanzen verloren hat, doch der Eindruck täuscht. Hana Sofia Lopes wartet nicht darauf, gerettet zu werden und einen Prinzen zu heiraten, sondern hat sich ihren Weg selbst erarbeitet: Schritt für Schritt, Rolle für Rolle, und oft gegen alle Wahrscheinlichkeiten.
Tags darauf nimmt die Schauspielerin dann auch noch an einem Konzert in der Philharmonie zu Ehren des portugiesischen Staatsoberhaupts teil. Dort hat sie die Gelegenheit, mit dem Präsidenten über Kultur, Identität und die Rolle, die Künstler*innen bei der Verbindung zwischen Ländern und Menschen spielen können, zu sprechen. Denn kaum jemand baut die Brücken zwischen Luxemburg und Portugal derzeit so sichtbar wie Hana Sofia Lopes.
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