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Von Christian BlockLex Kleren

Während sich der Artenschwund auch in Luxemburg fortsetzt, ist noch weitgehend unerforscht, wie die Pflanzenwelt mit dem Klimawandel zurechtkommen wird. Wissenschaftler am „natur musée“ untersuchen genau das anhand von Fallstudien.

Guy Colling greift einen beliebigen Band heraus und schlägt ihn auf. Zu sehen ist ein auf den Mai 1934 datiertes Exemplar der Luzula pilosa Willd. aus der Umgebung von Rümelingen. Warum die auch unter dem Namen Behaarte Hainsimse bekannte Pflanze an dieser Stelle zu Ehren kommt?

Es handelt sich um einen von mehr als 100.000 so genannten Herbarbelegen – getrocknete und flachgepresste Exemplare von Pflanzen und Pilzen – im inzwischen fast komplett digitalisierten und damit öffentlich zugänglichen Herbarium des wissenschaftlichen Forschungszentrums des „Musée national d’histoire naturelle“ (MNHN) im Stadtgrund. Es ist, anders ausgedrückt, das bis ins Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichende Gedächtnis der in Luxemburg nachgewiesenen Pflanzenarten – auch jenen, die im Großherzogtum inzwischen als ausgestorben gelten. Und diese Liste wächst.

Ein Faktor, der im Zusammenhang mit dem beschleunigten Artenrückgang in den vergangenen Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist der Klimawandel. „Ich denke, dass in jüngster Vergangenheit in der Wissenschaft aber auch darüber hinaus das Bewusstsein, dass beides nicht voneinander zu trennen ist, gewachsen ist. Die Biodiversitätskrise, die wir derzeit auf dem Planeten erleben und die Klimakrise hängen eng miteinander zusammen“, sagt Dr. Guy Colling vom „natur musée“. Im Rahmen von Forschungsprojekten geht das „Centre de recherche scientifique“ des Nationalmuseums für Naturgeschichte der Frage nach, wie sich Pflanzen an den Klimawandel anpassen. So viel vorweg: eine einfache Antwort gibt es nicht.

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