Zurück zu meinem Business, zurück in mein Leben

Von Laura TomassiniTammy Schuh

Sie organisiert eigentlich Events für hunderte von Menschen, lebt in einem Vintage-Paradies am Dnepr-Fluss und schätzt die Beziehungen zu Nachbar*innen und Freund*innen, denn bei ihnen fühlt sie sich Zuhause: Ukrainerin Evelina Menkovska erzählt aus ihrem Leben vor dem Krieg und den Tagen, an denen die Welt noch heil erschien.

„Ich hatte vor Kurzem einen Videocall mit den Mädels aus meinem Team. Wenn ich wieder in der Ukraine bin und der Krieg beendet ist, dann organisieren wir ein riesiges Event für die Menschen dort.“ Mit Tränen in den Augen erzählt Evelina Menkovska von ihrem Zuhause und jenen, die ihr Leben jeden Tag bereichern. Seit 20 Jahren lebt die 37-Jährige schon in Kyjiw, wo sie sich nicht nur ein schönes Heim, sondern auch ein erfolgreiches Business aufgebaut hat.

„Ich habe mein ganzes Leben lang studiert und einen hohen Abschluss in Marketing und Werbung, mit über zwölf Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet. Ich besitze meine eigene kleine Firma, eine Event-Agentur, mit der ich bereits für große IT-Unternehmen wie Microsoft gearbeitet habe oder Veranstaltungen für die Regierung organisiere“, so Evelina, die von ihren Freund*innen und Arbeitskolleg*innen liebevoll Eva genannt wird. Bevor sie im Februar um 5:00 Uhr morgens von einer lauten Explosion aus ihrem Alltag gerissen wurde, war dieser gefüllt von Projekten, Visionen und Plänen, denn in der Ukraine war Evas Leben genau das, von dem sie immer geträumt hatte.

Eine gute Work-Life-Balance

„Ich hatte zuhause einen guten Job, ein gutes Einkommen, eine schöne Wohnung. Ich bin jedes Jahr drei- oder viermal verreist und habe mein ganzes Leben lang dafür gearbeitet. Und jetzt habe ich alles auf einen Schlag verloren“, so die Event-Managerin. Sie stehe ständig in Kontakt mit ihren Nachbar*innen, die sich während ihrer Abwesenheit um ihre Pflanzen kümmern und dafür sorgen, dass im Gebäude nahe des Dnepr-Fluss alles weiterläuft – sofern dies nur irgend möglich ist. „Die ersten zwei Monate des Krieges haben die Leute aus unserem Haus Molotov-Cocktails vorbereitet und die Soldaten alarmiert, wenn sich russisches Militär näherte. Sie kümmern sich auch um einen alten Mann, der bei uns wohnt, und bringen ihm Essen“, so Eva.

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