Wie Forschung aus Luxemburg hilft, im Südsudan Leben zu retten
Von Jang Kapgen, Lex Kleren Für Originaltext auf Englisch umschalten
Anfang 2026 reiste die Epidemiologin Debbie Malden in den Südsudan. Dorthin, wo jede dritte schwangere Frau an Hepatitis E sterben kann. Ihr Auftrag für die Luxemburger Forschungseinheit von Ärzte ohne Grenzen: herausfinden, ob die Impfkampagnen tatsächlich die Richtigen erreichen. Und das in einem Moment, in dem die internationale Hilfe weltweit wegbricht.
Debbie Malden benötigte mehrere Flüge von Europa über Äthiopien und die südsudanesische Hauptstadt Juba, um Renk zu erreichen, eine Stadt nahe der nördlichen Grenze des Landes. "Allein der Flug von Juba nach Renk dauerte sechs Stunden. Wir mussten an zwei Orten zwischenlanden, um das Flugzeug aufzutanken", erinnert sich Malden mit einem schüchternen Lachen. "Die Flughäfen waren zudem ziemlich verlassen. Neben den Landebahnen lagen abgestürzte Flugzeuge." Sobald sie in Renk angekommen war, ging die Arbeit sofort los. Mit nur drei Wochen vor Ort hatte sie einen straffen Zeitplan.
In einem Land, in dem schätzungsweise die Hälfte aller Gesundheitsinfrastrukturen zusammengebrochen ist, können Impfkampagnen in großem Maßstab effektiv Leben retten. Während manche Infektionen im luxemburgischen Kontext leicht geheilt werden könnten, drohen sie tödlich zu enden, wenn keine medizinischen Fachkräfte oder die benötigte Ausrüstung in der Nähe sind. Das Krankenhaus in der südsudanesischen Stadt Renk, mit dem Malden zusammenarbeitete, war das einzige im Umkreis von über 300 Kilometern.
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