„Wie beim Pingpong“

Von Pascal SteinwachsLex Kleren

Karolina Markiewicz und Pascal Piron gibt es nur im Duo. Ihre bisherige Karriere ist beachtlich, ihre aktuelle Multimedia-Ausstellung sehenswert. Eine Annäherung.

Ein von Fahnen und Sicherheitsgittern umsäumter roter Teppich, der sich scheinbar endlos dahinzieht, derweil im Hintergrund ein undefinierbares Gemurmel verschiedener Sprachen zu hören ist. Die ganze Szenerie erinnert einen irgendwie an den Gipfelzirkus, zu dem sich die mehrmals pro Jahr stattfindenden Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel ja schon seit längerem entwickelt haben, müssen die EU-Granden doch hier, im neuen Gebäude des Europäischen Rats auch über einen ellenlangen Teppich laufen, auf dem sie dann in der Regel ebenfalls einige unverbindlichen Plattitüden in die Mikrofone der Weltpresse sprechen. Danach können sie in aller Ruhe hinter verschlossenen Türen über die Zukunft Europas, auch und besonders über die Migrationspolitik, streiten.

Der rote Teppich, die Fahnen und die Sicherheitsgitter befinden sich natürlich nicht in Brüssel, sondern auf dem ersten Stock des hauptstädtischen Casino, wo früher, zu Zeiten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (CECA), nicht nur ein Stück europäische Geschichte geschrieben wurde, sondern wo aktuell, und dies noch bis Ende Januar, auch die jüngste Multimedia-Ausstellung des Künstler*innen-Duos Karolina Markiewicz und Pascal Piron zu sehen ist: „Stronger than memory and weaker than dewdrops“ („Stärker als die Erinnerung, aber schwächer als der Tautropfen“).

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