Tierisch versichert

Von Laura TomassiniLex Kleren

Haustiere sind bester Freund, Seelsorger, Spielkamerad und treuer Begleiter zugleich. Werden sie krank, ist dies für Besitzer*innen nicht nur emotional eine große Belastung, sondern kann auch finanziell schnell bedrückend werden. Eine Tierversicherung schafft Abhilfe, jedoch nur für manche Patienten.

Ein Handyvideo zeigt, was erst als witzig aufgenommen, schnell jedoch zum seriösen Problem wurde: mit noch nicht mal einem Jahr leidet Hündin Yuna an sogenanntem Rückwärtsniesen, einem Symptom, das auftreten kann, wenn bei Hunden das Gaumensegel zu lang oder dick ist. „Dieses rutscht nach hinten, so dass der Hund nicht mehr gut Luft bekommt. Das Niesen hört sich dann an, als ob man Luft aus einem Ballon lassen würde“, erklärt Claire Kesseler, Yunas Besitzerin. Wie viele andere Herrchen und Frauchen kennt die 27-Jährige das mulmige Gefühl, wenn man mit dem liebsten Vierbeiner zur Tierarztpraxis fährt, um anschließend zwar mit mehr Klarheit, jedoch auch einer hohen Rechnung wieder nach Hause zu kommen.

Impfung, Kontrolle, Kastration, Behandlung – all dies gehört zum Tierbesitzer*innen-Alltag dazu. Wer sich für ein neues pelziges, gefedertes oder schuppiges Familienmitglied entscheidet, übernimmt auch die Verantwortung für dessen medizinische Verpflegung. Insbesondere Hunde und Katzen, die als beliebteste Haustiere in Europa gelten, sind für viele ein monatlicher Kostenfaktor, den es nicht zu unterschätzen gilt – vor allem, wenn die hauseigene Mietze oder Waldi unerwartet krank werden. Auch für Yuna erhielt Claire so eine plötzliche Diagnose, denn die Hündin litt wie viele andere brachycephale, also kurzköpfige Hunderassen an BOAS, dem brachycephalen obstruktiven Atemwegssyndrom.

Vermehrte Krankheit bei Rassehunden

Vor allem französische und englische Bulldoggen sowie Mopse leiden durch die durch Zucht erlangte Überbetonung ihrer kurzen Schnauze an Missbildungen der Atemwege, wodurch sie röcheln, schnarchen und generell oftmals nur mühsam Luft ein- und ausatmen können. Bei der jungen Bulldogge wurde vom Tierarzt festgestellt, dass ihre Nasenlöcher zu eng und ihr Gaumen zu groß waren – beides anatomische „Fehler“, die nur durch eine Operation behoben werden konnten. „Wir waren in der Tierklinik und haben uns extra noch zwei weitere Meinungen von anderen Tierärzten eingeholt, aber alle meinten, wir würden an einem chirurgischen Eingriff nicht vorbeikommen“, berichtet Claire.

Über 1.000 Euro kostete das Paar die Behandlung, den Großteil der Summe konnten Claire und Dan sich jedoch von ihrer Tierversicherung zurückerstatten lassen. „Mein voriger Hund Milo war eine Olde English Bulldogge und da dieser so oft krank war, hatte Dan die Idee, eine Versicherung für Yuna abzuschließen.“ Anfangs noch etwas zurückhaltend – schließlich hatte in Yunas Wurf kein Welpe Probleme und die Hündin war noch nicht mal ein Jahr alt –, willigte Claire dem Vorschlag ein und schloss eine sogenannte Pet Insurance, also eine spezielle Tierversicherung ab. „Dan kannte diese durch seinen Versicherer und wir hatten großes Glück mit unserem Timing, denn als Yuna operiert wurde, hatten wir knapp die Anfangsfrist, in der noch keine Kosten übernommen werden, geschafft“, erinnert sich die 27-Jährige.

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