So niedlich, so schädlich

Von Sarah RaparoliLex Kleren

Es gibt tatsächlich Pflanzen und Tiere, die in Luxemburg nichts verloren haben und in der freien Natur mehr Schaden anrichten können, als manchen bewusst ist. Das Lëtzebuerger Journal sprach mit der Naturverwaltung und der Pflegestation für Wildtiere über Probleme, Hindernisse und Lösungsvorschläge.

Die Augenpartie ist schwarz, die Schnauze weiß umrandet. Das Fell ist dicht, lang und meist grau, der geringelte Schwanz schwarz-weiß. Der spitze Kopf, die abgerundeten Ohren, die großen runden Augen und die kleinen Pfoten, mit denen sie alles greifen und abtasten können: Bei der Vorstellung eines Waschbären haben die meisten das Bild eines niedlichen kleinen Tieres im Kopf und auch bei unserem Besuch in der Voliere (großer Käfig) in der Pflegestation in Düdelingen, die derzeit von sieben Waschbären bewohnt wird, finden wir die Bären in Miniformat eher süß als lästig. Einer klettert über unseren Köpfen hin und her, ein anderer liegt in einer Hängematte und die restlichen fünf kuscheln zusammen in aufgestapelten Autoreifen.

Was viele nicht wissen: Waschbären haben in unseren Gegenden nichts verloren. „Er hat sich mittlerweile so etabliert, dass wir ihn meiner Meinung nach nicht mehr loswerden“, entgegnet Jill Gaasch, Direktorin der Pflegestation für Wildtiere in Düdelingen. Er steht auf der Liste der invasiven Tierarten und „wurde in den 40er Jahren von den Amerikanern importiert. Einige wurden freigelassen, andere ausgesetzt und noch andere sind davongelaufen (vermutlich aus Pelzfarmen geflüchtet, d. Red.)“. Hinzu kam, dass er in unseren Gegenden keine wahrhaftigen Feinde hat und sich so in mehreren Ländern Europas ausbreiten konnte.

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