Niederanven zeigt, wie Solarenergie geht

Von Misch Pautsch

Wie schnell kann Solar gehen? Die neueste und sicherlich nicht letzte Öl-Schock zeigt erneut, wie vorteilhaft der Sprung auf zuverlässige Energiequellen ist. In Luxemburg macht das im Moment keiner schneller als die Gemeinde Niederanven. In nicht einmal zwei Jahren bauen Hauseigentümer*innen hier auf fast jedem fünften Dach eine PV-Anlage.

Noch nie waren erneuerbare Energien so billig wie heute. Gleichzeitig sind fossile Energieträger wieder auf einem Rekordniveau: Hoch genug, dass die Regierung eine Tripartite angekündigt hat, die voraussichtlich vor allem das Thema Iran-Öl-Schock angehen soll. Von einer wirklichen Überraschung sollte nicht die Rede sein. Waren da doch, zur Erinnerung, die Öl-Krise von 2008, dann die von 2012 durch die Folgen des Arabischen Frühlings, gefolgt von der Corona-bedingte Krise 2020 und schlussendlich die 2021 durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Fossile Energien haben sich wieder und wieder als geopolitisch unzuverlässig erwiesen – vollkommen unabhängig von allen Nachhaltigkeitsfragen.

Energieunabhängigkeit wird darum für immer mehr Gemeinden des Landes zum konkreten Ziel. 93 von ihnen haben dazu an der "Solar Challenge" der Klima-Agence teilgenommen: Zwischen Oktober 2024 und Mai 2026 haben sie in vier Kategorien darum gewetteifert, die meisten Photovoltaik-Anlagen auf ihrem Gebiet stehen zu haben. Knapp die Hälfte von ihnen hat die 10 Prozent-Hürde geknackt. Doch zwei der Kategorien – PV-Anlagen unter 30kW und die Gesamtstärke aller Anlagen unter 200kW – werden von Niederanven dominiert.

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