Netzinvestor*innen

Von Audrey Somnard Für Originaltext auf Französisch umschalten

Die ersten Investor*innen in Start-ups sind oftmals die sogenannten Business Angels. Ein Netzwerk, welches durch den Eintritt eines belgischen Konzerns in den luxemburgischen Markt, der bislang von einem einzigen Akteur beherrscht wurde, erweitert wird.

Die Welt der Start-ups wäre nichts ohne Investor*innen. Auch wenn die Gunst der Risikokapitalgeber*innen das Wichtigste ist, wenden sich Start-ups in erster Linie an Business Angels, um mehrere Tausend Euro zu mobilisieren. Das ultimative Ziel ist der Börsengang oder von einem größeren Unternehmen aufgekauft zu werden. Damit die Investor*innen ihren Einsatz und noch viel mehr erwirtschaften. Neben dem Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit oder ihrer Produkte verbringen Start-ups also einen Großteil ihrer Zeit mit der Organisation regelmäßiger Fundraising-Aktionen. Der Trick dabei ist, genug Aufmerksamkeit zu erregen, um die Gunst der Investor*innen zu gewinnen. Die Corona-Krise kam auch hier dazwischen: Vorbei mit Pitch-Reisen um die ganze Welt, denn alle Veranstaltungen und Treffen wurden digitalisiert. Sich von der Masse anzuheben ist dementsprechend schwieriger geworden, doch die gute Nachricht dabei ist: Das Geld ist noch da und die Investor*innen wollen es ausgeben.

Eine Gruppe belgischer Business Angels hat eine Zweigstelle in Luxemburg gegründet, um Investitionen auf dem großherzoglichen Markt über verschiedene Modelle zu erleichtern. Ein Netzwerksystem, das es unerfahrenen Investor*innen ermöglicht, sich zusammenzutun und schließlich die Kniffe des Geschäfts mit etwas weniger Risiko zu erlernen.

Nach der Eroberung Belgiens haben sich die BeAngels im Großherzogtum niedergelassen. Bereits Ende 2021 hatte die Gruppe rund zwanzig luxemburgische Mitglieder registriert, hauptsächlich Investorinnen und Investoren, die sich bereits für die Aktivitäten der Gruppe in Belgien interessierten. Das Nachbarland hatte sich Luxemburg bereits über seine Veranstaltungen wie „Seed for Start” (ehemals Fit4Start) genähert: „Wir beschäftigten uns schon seit Jahren mit luxemburgischen Strukturen. Aber mit Corona im Jahr 2020 haben wir auf Online-Events umgestellt, was mehr Luxemburger angezogen hat, die nicht nach Belgien reisen mussten”, erklärt Claire Munck, CEO von BeAngels.

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