Luxemburgs Flüsse trocknen aus, aber wir können zuhause etwas dagegen tun

Von Misch Pautsch

Es hat geregnet. Trotzdem bleiben die Wasserstände in Luxemburgs Flüssen historisch niedrig. Manche Bäche sind komplett ausgetrocknet. Was das für Luxemburg bedeutet und warum ausgerechnet der Kollektivurlaub den Wasserreserven hilft.

"Es ist schon schlimm, dieses Jahr". Zwei Männer schlendern Mitte August im Merscher Park an der Alzette vorbei, ihr Hund trottet über staubige Erde und vertrocknete Grasreste. Seit gut zwei Monaten hat es hier keinen nennenswerten Niederschlag gegeben, genau wie im Rest des Landes. Sie wissen noch nicht, dass es eine Woche später etwas abkühlen wird – und regnen. Doch das wird die Wasserpegel kaum ändern. Um überhaupt Wasser zu sehen, müssten sie hier unbequem nahe an die steile Flusskante gehen "Das macht einem etwas Sorgen."

Etwas Regen hilft kaum

Ihr Eindruck deckt sich mit der Realität. "Verglichen mit den historischen Daten können wir sagen, dass der Wasserstand in den meisten Flüssen enorm tief ist. In den vergagnenen paar Jahren waren sie so tief, wie historisch nur sehr selten, wenn überhaupt. Teilweise haben wir neue Tiefstwerte", sagt Christophe Gilbertz, Mitarbeiter beim Service Hydrologie und Hydrométrie des Umweltministeriums.

Außergewöhnlich sei, wie früh der Wassermangel dieses Jahr begonnen hat, fügt Claude Schortgen, Dienstchef des Service und Chargé d'études hinzu: "Die Tiefstände haben deutlich früher begonnen, als normalerweise. Daran würden auch zwei, drei richtig regnerische Tage nicht viel ändern. Es braucht langfristig viel Regen, damit der Boden sich wieder etwas sättigen kann und sich etwas am Grundwasserspiegel tut." Die Vorhersage stimmt, wie ein Blick auf die Statistiken der Wasserstände zeigt: Während der Regenschauer zeigen sie einen kleinen Ausreißer nach oben, danach schrumpfen sie aber schnell wieder auf Rekordtiefe. Das Wasser versickert einfach.

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