Luxemburg: null Punkte

Von Audrey SomnardLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

Das Finale des größten Musikwettbewerbs der Welt findet am 14. Mai in Turin statt. Der Eurovision Song Contest präsentiert eine Reise von vielen Künstler*innen quer durch Europa ... Nur Luxemburg macht seit seiner letzten Teilnahme 1993 einen Bogen um die Show. Marc Reiser, ein großer Eurovision-Fan, erzählt von den Hintergründen der Show, die stets Millionen von Zuschauer*innen anlockt.

Der erste Sieg, an den er sich erinnert, war der von Abba im Jahr 1974. Er war damals erst neun Jahre alt, kann sich aber noch gut erinnern. Marc Reiser schaffte es, seine Eltern jedes Jahr davon zu überzeugen, sich die Übertragung des Eurovision Song Contests anzusehen. Diese Leidenschaft wuchs bis zum Höhepunkt und der Austragung in Luxemburg im Jahr 1984: „Das war das erste Mal, dass ich den Eurovision Song Contest live gesehen habe. Das war schon etwas Besonderes, die Männer trugen einen Smoking, es gab ein Orchester, das war wirklich eine andere Zeit!“

1984 moderierte Désirée Nosbusch den Wettbewerb, eine Schulkameradin von Marc Reiser und besorgte ihm Tickets für die Show, die ihn nachhaltig prägen sollte. So sehr, dass er in der Folgezeit fast jeden Eurovision Song Contest vor Ort miterlebt, abgesehen von den letzten Ausgaben wie Russland, Aserbaidschan oder Israel. „Ich erinnere mich besonders an die Ausgabe in der Ukraine. Vor allem mit den jüngsten Ereignissen, macht einen das noch nachdenklicher. Aber es war schon damals, als es große Spannungen mit Russland gab, politisch. Die Ukrainer sind beeindruckend, weil sie sich jedes Mal qualifizieren, seit es die Halbfinale gibt.“ Auch wenn der Wettbewerb neutral sein sollte, könnte der Krieg in der Ukraine die Jury auch in diesem Jahr beeinflussen: „Ich befürchte, dass alle Mitleid mit den Ukrainern haben werden und der Wettbewerb dadurch verzerrt wird. Das ist 2016 mit dem Song von Jamala passiert. Das macht mir ein bisschen Angst“.

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