Kultur, um junge Menschen wachsen zu lassen

Von Camille FratiGilles Kayser Für Originaltext auf Französisch umschalten

Drei Jahre nach dem Tod ihres Initiators Pierre Brahms schreibt die Fondation Sommer ein neues Kapitel in ihrer Geschichte, wobei sie an ihrer unerschütterlichen Mission festhält: die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch Kunst und Kultur zu stärken.

Die Fondation Sommer ist das letzte Erbe, das Pierre Brahms hinterlassen hat. Der ehemalige Kaufmann, eine Figur des modernistischen und weltoffenen Luxemburgs am Ende des 20. Jahrhunderts, gründete sie 2016, als er bereits achtzig Jahre alt war, und gab ihr den Mädchennamen seiner geliebten Mutter. Eine Stiftung die nicht darauf abzielte sein Vermögen zu verwalten, sondern darauf, es in den Dienst einer Sache zu stellen, für die er sich schon lange begeisterte: die Entwicklung junger Menschen durch Kultur. „Die Vision [von Pierre Brahms] war, dass eine Gesellschaft nur dann offen, in Dialog, Respekt und Harmonie funktionieren kann, wenn ihre Kinder und Jugendlichen als eigenständige Individuen Vertrauen in sich selbst haben, ihre eigenen Erfahrungen machen, sich ausdrücken, um ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln und sich gegenüber dem Kollektiv zu positionieren“, erinnern die Kuratoren der Stiftung im Tätigkeitsbericht 2021. „Pierre Brahms war der festen Überzeugung, dass nur die Kultur eine solche Veränderung im Individuum initiieren kann.“

Diese Überzeugung entstand aus seiner eigenen Geschichte, der Geschichte einer Kaufmannsfamilie, die durch die Nazi-Barbarei und insbesondere durch die Denunziation des Lehrers des jungen Pierre ins Exil getrieben wurde. Dieser wuchs in Brasilien auf, bevor er nach Kriegsende nach Luxemburg zurückkehrte. Dabei behielt er jedoch das Bewusstsein für die Zerbrechlichkeit der Kindheit angesichts der Unwägbarkeiten des Lebens. „Er hatte diese Idee, dass der Zugang zu Bildung ein wahrer Hebel ist, um Ungleichheiten zu bekämpfen, damit junge Menschen ein besseres Leben haben“, erklärt Sandrine Guivarch, Leiterin der Fondation Sommer. „Vor allem war er der Meinung, dass Bildung im engeren Sinne und der Zugang zu Kultur es jungen Menschen ermöglicht, sich zu entwickeln, sich selbst zu entdecken, Selbstvertrauen zu gewinnen und sich auszudrücken. Deshalb hatte er wirklich den Willen, Projekte zu unterstützen, die das Empowerment junger Menschen durch Kunst und Kultur ermöglichen.“

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