Kleine Schritte auf dem Weg zur Rechtsstaatlichkeit in Laos

Von Camille FratiLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

Seit 2017 verbindet die Universität Luxemburg mit der Universität Vientiane eine ganz besondere Partnerschaft, die weit über finanzielle Unterstützung oder Höflichkeitsbesuche hinausgeht. Ziel ist es, laotische Jurist*innen zu unterstützen, um Grundlagen für die Rechtsstaatlichkeit in einem Land zu schaffen, in dem das Gewohnheitsrecht noch häufig vor dem geschriebenen Recht steht.

Wenn wir von Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe sprechen, denken wir in erster Linie an finanzielle Hilfe, sei es zur Unterstützung lokaler Akteure wie Vereine oder NROs oder als Beitrag zum Bau von Schulen oder Krankenhäusern. Seit 2016 konzentriert die luxemburgische Entwicklungspolitik ihre Ressourcen auf eine begrenzte Anzahl von Ländern und für jedes dieser Länder auf eine begrenzte Anzahl von Projekten, um die Ergebnisse zu optimieren. In Laos laufen sieben Projekte, die von der Entwicklung der Humanressourcen im Tourismus- und Hotelsektor über die Verbesserung der Effizienz der Verwaltung der öffentlichen Entwicklungshilfe bis hin zum Zugang der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zum Gesundheitswesen reichen.

Im Jahr 2017 kam eine Partnerschaft zwischen der Universität Luxemburg und der Nationalen Universität von Laos hinzu. „Ein erstes Projekt wurde 2014 gestartet“, erzählt Stefan Braum, Professor an der Fakultät für Recht, Wirtschaft und Finanzen der Universität. „Ich war damals Dekan der Fakultät und wurde von LuxDev gebeten, an der Evaluierung dieses Projekts zur Stärkung der Kompetenzen in der juristischen Hochschulbildung teilzunehmen.“ Eine Bewertung, die ihn auf eine Idee brachte, die er zusammen mit Martine Schommer, damals Direktorin für Zusammenarbeit im Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten und heute Botschafterin Luxemburgs in Paris, entwickelte. „Wir wollten dieses Projekt im Rahmen einer Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten durchführen. Das war eine Revolution für Laos, denn es war das erste Mal, dass eine direkte Zusammenarbeit mit einer ausländischen öffentlichen Einrichtung genehmigt wurde.“

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