Jugendliche zum Aufblühen bringen

Von Camille FratiGilles KayserLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

Junge Menschen sind die Zukunft unserer Gesellschaft, aber die Zeiten sind hart für sie. Es gibt zahlreiche Initiativen, die versuchen, ihnen zu helfen. Im Folgenden beleucht das Lëtzebuerger Journal zwei verschiedene Ansätze: zum einen die Kultur, zum anderen die Arbeit.

„Das ist Elon Musk!“, ruft der 16-jährige Elias als er das Titelbild einer amerikanischen Zeitschrift aus den 1960er Jahren sieht, auf dem eine futuristische Stadt aus Glaskuppeln abgebildet ist. Ein Irrtum? Ganz im Gegenteil. „Schauen Sie sich den Tweet von Elon Musk an, in dem er verspricht, Glashäuser auf dem Mars zu bauen“, schmunzelt die Kulturvermittlerin Marie-Claude Greisch. „Das ist fast das gleiche Bild!“, bemerken die Jugendlichen der Klasse 5AD (Vorbereitungsklasse) des Lycée Nic Biver in Düdelingen. Und so konfrontiert die Ausstellung New Minett die Besucher*innen von heute mit den Vorstellungen von Raum und einer erträumten Zukunft.

Die Ausstellung wurde von der französisch-luxemburgischen Kompanie Eddi van Tsui erdacht und bildet den Abschluss ihres Projekts „Esch-Mars. De terres rouges en terres rouges“, das im Rahmen von Esch2022 entwickelt wurde. „Es ist ein Projekt, an dem wir 14 Monate lang gearbeitet haben“, erklärt Pierrick Grobéty, Co-Kurator der Ausstellung. „Wir haben uns mit der Kolonisierung des Weltraums und gesellschaftlichen Utopien durch das Prisma des Mars beschäftigt.“

Die Künstler*innen trafen sich mit 40 Wissenschaftler*innen und 500 Bürger*innen, in Pflegeheimen, auf der Straße, in einem Klassenzimmer … „In einer Schule haben wir zehn- bis elfjährigen Schülern vorgeschlagen, eine Nachricht zu schreiben, die sie ins Universum schicken sollten.  Diese Botschaften waren sehr deutlich: ‚Kommt nicht hierher, es gibt Pandemie und Krieg‘, ‚Es gibt soziale Ungleichheiten‘ und so weiter.“ Ebenso einprägsam waren ihre Vorstellungen von der Zukunft. „Einige zeichneten ihr zukünftiges Zuhause als Bunker, der von bewaffneten Menschen umgeben ist“, erinnert sich Sandy Flinto, ebenfalls Mitglied der Künstlergruppe. „Als politisches System sahen sie eine nette Diktatur, in der man einen guten und großzügigen Diktator wählt, der im Amt bleibt. Eine Diktatur, keine Demokratie, weil Machtwechsel schädlich sein können. Wir waren schockiert …“

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