Eine Option für die Zukunft

Von Audrey Somnard, Mike Zenari Für Originaltext auf Französisch umschalten

Um ihre Chancen auf einen zukünftigen Kindersegen zu erhöhen, lassen manche Frauen ihre Eizellen einfrieren. Dieses Verfahren ist in Luxemburg nicht durchführbar, zumal es sich nicht jede Person leisten kann. Zwei junge Frauen waren bereit, über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Was tun, wenn Jahre vergehen und ein*e ernsthafte*r Partner*in nicht in Sicht ist? Wenn die lang ersehnte Schwangerschaft ausbleibt? Für Frauen ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Diejenigen, die Mütter werden wollen, haben jedoch keine Zeit zu verlieren. Ärzt*innen sind überzeugt, dass die Fruchtbarkeit nach dem 35. Lebensjahr abnimmt. Bei manchen Frauen geht es besser, als bei anderen, dem muss man sich bewusst sein. Das Einfrieren von Eizellen ist eine Lösung, die es theoretisch ermöglicht, den schicksalhaften Zeitpunkt hinauszuschieben, an dem die Möglichkeit, auf „natürlichem Wege” schwanger zu werden, nicht mehr besteht. Manche Menschen entscheiden sich für diese Option, aber es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, was auf dem Spiel steht und vor allem, dass die Ergebnisse nicht garantiert werden können. Dazu einige Erklärungen.

Camila Matheus ist eine Brasilianerin, die bald 39 Jahre alt sein wird. Sie hat sich schon immer Kinder gewünscht, hat aber noch keinen Lebenspartner gefunden, der bereit ist, mit ihr eine Familie zu gründen. Nach Monaten des Nachdenkens und des Wartens durch Corona, konnte Camila ihre Eizellen einfrieren lassen und auf bessere Tage warten. „Zuerst wollte ich es nicht tun, denn es bedeutet eine Menge Geld und Stress. Aber ich habe Freunde, die es gemacht haben und mich unter Druck setzten: ‚Wenn du wirklich Kinder willst, musst du es tun‘. Hinzu kam, dass es nicht einfach war, an die richtigen Informationen zu kommen.” Camila wandte sich an Gruppen in sozialen Netzwerken, die ihr eine Klinik in Brüssel empfahlen: „Die Ärzte in Luxemburg haben kein großes Vertrauen in diese Methode und schrecken einen eher ab. Sie meinen, dass diese Methode nicht sehr gut funktioniert”. Die Operation ist nämlich keine Garantie für eine spätere Schwangerschaft.

Nicht von der CNS gedeckt

Das Einfrieren von Eizellen ist für Frauen in Luxemburg nur aus medizinischen Gründen möglich, da die nationale Krankenkasse keinen „Abrechnungscode” vorsieht, was hauptsächlich ein administratives Problem darstellt, so Dr. Caroline Schilling, Leiterin der klinischen Abteilung des nationalen Dienstes für assistierte Reproduktion (PMA) beim CHL. Die Technik der Kryokonservierung von Eizellen ist eine der Möglichkeiten zur Erhaltung der Fruchtbarkeit bei Frauen mit Krebs. Sie wird in unseren Nachbarländern fast systematisch angeboten und wird nun langsam auch in Luxemburg entwickelt. Unter verschiedensten Techniken zur Erhaltung der Fruchtbarkeit wird mittlerweile im CHL das Einfrieren von Eizellen für Krebspatientinnen durchgeführt, um die Chancen auf eine Schwangerschaft nach der Heilung der Krebserkrankung zu erhöhen.

Du willst mehr? Hol dir den Zugang.

  • Jahresabo

    185,00 €
    /Jahr
  • Monatsabo

    18,50 €
    /Monat
  • Zukunftsabo für Abonnent*innen im Alter von unter 26 Jahren

    120,00 €
    /Jahr

Eine Option für die Zukunft

2,00 €
/Artikel

Du hast bereits ein Konto?

Einloggen