Ein Markt, der zuhört

Von Audrey SomnardLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

Das Verlagswesen befindet sich mitten in einer Revolution. Leser sind jetzt auch Zuhörer und Zuschauer. Das Angebot an Audioinhalten explodiert, und die luxemburgische Sprache versucht, sich einen Platz zu verschaffen. Ein Überblick über den Markt und seine lokalen Akteure.

Audio boomt auf der ganzen Welt. Giganten wie Amazon (mit seinem Audio-Dienst) oder Spotify (das immer mehr Podcasts anbietet) stillen den Durst der Konsumenten nach Audioinhalten. Mit einer kleinen Bevölkerung versucht der luxemburgische Markt, seinen Kopf über Wasser zu halten. Während Hörbücher für Erwachsene es schwer haben, sich einen Platz zu erobern, sind Kinderhörbücher auf Luxemburgisch immer noch sehr gefragt.

Es gibt sie in Supermärkten und Buchläden, diese CDs mit Kinderbüchern, die wir im Auto oder im Schlafzimmer zum Einschlafen abspielen. Lieder oder Geschichten, die sich die Kleinen immer wieder anhören können, ohne das Interesse zu verlieren. In Luxemburg gibt es nur eine Handvoll Akteure, die diese bei Eltern beliebten Inhalte produzieren. „Kinderhörbücher auf Luxemburgisch sind sehr gefragt – Lieder und Geschichten, auch auf CD – aber das Angebot wird nicht mehr so oft erneuert wie früher. Das ist wirklich schade, vor allem für Schulen, die die luxemburgische Sprache fördern wollen”, sagt Anne Diderich, Präsidentin des luxemburgischen Buchhändlerverbandes und Inhaberin der Buchhandlung Diderich in Esch. Robi Arend, ein Musiker, der halbtags als Lehrer arbeitet, produzierte einige Hörbücher für Kinder, damals noch auf CDs: „Wir haben früher eigene CDs produziert, die wir über einen Automaten in Supermärkten, Tankstellen und Plattenläden verkauft haben.” Doch nach dem langsamen Verschwinden der CD sind Streaming-Plattformen für den luxemburgischen Sprachmarkt nicht profitabel genug: „Sie bieten nicht genug Gewinn für die Künstler, deshalb habe ich das nie gemacht. Man braucht eine Menge Downloads, damit es profitabel ist, und dafür ist der luxemburgische Markt zu klein.”

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