Ein ethischer Kompass für Pflegeheime

Von Melody HansenMisch Pautsch

In der Pflege kommen regelmäßig Fragen auf, die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen. Ethikkomitees können Mitarbeiter*innen, Bewohner*innen und Angehörigen dabei helfen, sich innerhalb der Grautöne zurechtzufinden. Ein Gesetz soll diese nun für alle Dienstleister, die Pflege für ältere Menschen anbieten, verpflichtend machen.

Immer, wenn im CIPA Waassertrap in Sanem komplizierte ethische Fragen aufkommen, treffen sich mindestens zehn Mitglieder des Ethikkomitees im Konferenzzimmer. Sie diskutieren darüber, wie sie den Streit zwischen einer Bewohnerin und ihrer Tochter schlichten können, wie sie eine andere Bewohnerin davon abhalten wollen, immer wieder wegzurennen und darüber, wie sie mit einem Demenzpatienten umgehen, der sich weigert auf die entsprechende Station zu ziehen. Sie beschäftigen sich mit Fragen, die in Pflegeeinrichtungen häufig aufkommen – und die nicht einfach zu beantworten sind.

Was im CIPA Waassertrap seit knapp sechs Jahren funktioniert, soll künftig in allen Pflegeeinrichtungen in Luxemburg zur gesetzlichen Pflicht werden: Das Gesetzesprojekt 7524 über die Qualität von Dienstleistungen für ältere Menschen sieht vor, dass sämtliche Dienstleister, die Pflege für ältere Menschen anbieten, ein eigenes Ethikkomitee aufsetzen oder sich eines mit anderen Dienstleistern teilen.

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