Die Pisa-Ergebnisse haben gezeigt, dass im Bildungswesen einiges schiefläuft. Bildungsminister Claude Meisch relativiert und nimmt die Eltern in die Pflicht. Die eigentliche Frage ist eine andere: Was hat Luxemburgs Schule nach fast 13 Jahren Meisch vorzuzeigen?
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Vergangene Woche wurden in Luxemburg wieder einmal Ergebnisse einer Pisa-Studie vorgestellt. Sie haben erwartungsgemäß viel Staub aufgewirbelt.
Nicht zu Unrecht. Mathe- und Lesekompetenzen haben sich verschlechtert. Pisa bestätigt darüber hinaus, was Bildungsforscher*innen hierzulande regelmäßig feststellen: Der sozioökonomische Hintergrund entscheidet weiterhin maßgeblich über den Bildungsweg. In naturwissenschaftlichen Fächern ist es Luxemburg – anders als dem Durchschnitt der OECD-Staaten – zudem nicht gelungen, diese Kluft zu verkleinern.
Für Bildungsminister Claude Meisch sind die Pisa-Ergebnisse ungemütliche Nachrichten. Dennoch schrieb er am vergangenen Wochenende in einem Gastbeitrag, "[die Schule] kann allein nicht den Unterschied machen".
Dass Eltern von der Geburt an Verantwortung für die Entwicklung ihrer Kinder tragen, stellt niemand infrage. Und das Journal hat in den vergangenen Wochen und Monaten über einige bedenkliche Entwicklungen berichtet: Kinder mit motorischem Rückstand oder kaum einer Sprache, wenn sie zur Schule gehen, weil Eltern nur wenig mit ihnen kommunizieren.
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