Die Artemis-II-Mission kostet Milliarden. Geld, das zur Rettung der Erde gut gebraucht werden könnte. Warum es sich bei den Investitionen dennoch nicht um Verschwendung handelt.
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Zum ersten Mal seit über 50 Jahren kehrt die Menschheit zum Mond zurück und ich muss mich selbst davon abhalten, ein Hater zu sein. Ich bin ehrlich mit euch. Eigentlich wollte ich mich in diesem Leitartikel massiv darüber aufregen, wie viel Geld die Artemis-Mission zum Mond kostet: Allein Artemis II soll vier Milliarden US-Dollar kosten. Insgesamt werden die Kosten des Programms langfristig auf weit über 86 Milliarden US-Dollar geschätzt. So viel Geld für eine Mission, die zum Ziel hat, Menschen auf einem anderen Himmelskörper zu stationieren. Wären diese nicht besser in Maßnahmen investiert, um unseren eigenen Planeten, die Erde, zu schützen und den Klimawandel zu stoppen?
Die Recherche hat mich überrascht. Denn die Raumfahrt bringt uns hier unten auf der Erde weitaus mehr, als viele, mich einbegriffen, denken würden. Sie hilft sogar, Menschen zu retten und die Erde zu schützen.
Allein die NASA beschäftigt um die 18.000 Mitarbeiter*innen, davon eine Mehrzahl im Bereich der Forschung, und investiert jährlich Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung. Auch das europäische Gegenstück ESA sowie China und Russland investieren hohe Summen in die Erfindung von Dingen, die das Leben im All ermöglichen und vereinfachen. Und diese Dinge vereinfachen nun einmal auch das Leben auf der Erde – und werden vielleicht langfristig helfen, dieses weiter zu ermöglichen.
Die NASA entwickelte beispielsweise Akkuwerkzeuge und Handstaubsauger, weil es im Weltraum keine Steckdosen gibt. Auch die Kameras in unseren Smartphones gehen auf Bildgebungstechnik der NASA zurück. UV-Filter an Sonnenbrillen, kratzfeste Gläser und Display-Schutzfolien stammen aus der Raumfahrtforschung. Infrarot-Thermometer, mit denen ursprünglich die Temperatur von Sternen gemessen wurde, werden heute zum Fiebermessen genutzt.
Alles praktisch, aber nicht weltbewegend, werdet ihr jetzt denken. Aber es wird noch besser.
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