Die Tücken der Ladeinfrastruktur

Von Christian BlockLex Kleren

Die Elektromobilität nimmt langsam aber sicher Fahrt auf. Mit ihr wächst allmählich das Netz aus öffentlichen und privaten Ladestationen. Hürden gibt es dabei im Großen wie im Kleinen. Eine Bestandsaufnahme.

Verbesserte Reichweiten, eine größere Modellauswahl, staatliche Subventionen, das Versprechen geringerer Unterhaltskosten: Immer mehr Autofahrer*innen entscheiden sich beim Kauf für ein Elektrofahrzeug. Doch das will regelmäßig aufgeladen werden. Angesichts eines zu erwartenden signifikanten Anstiegs von reinen Elektrofahrzeugen und hybriden Antriebssystemen beschäftigen sich Politik und Stromnetzbetreiber nicht erst seit gestern mit dem Thema Ladeinfrastruktur. Baustellen gibt es einige.

Für den luxemburgischen Stromnetzbetreiber Creos bestehen keine Zweifel daran, dass die Stromnachfrage trotz verbesserter Energieeffizienz in Zukunft steigen wird. „Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Stromverbrauch in Zukunft durch die ökonomische und demografische Entwicklung, Digitalisierung und die Elektrifizierung in immer mehr Bereichen zunehmen wird. Dazu gehört natürlich auch die Elektromobilität“, erklärt Alex Michels, „Head of Asset Management“ und bei Creos für den Bereich der Elektromobilität zuständig. In seinem „Scenario Report 2040“ hat Creos verschiedene Szenarien berechnet, die neben E-Autos auch den Strombedarf für die Tram oder E-Busse berücksichtigen. Klar geht aus dem Bericht hervor, dass die bestehende Netzinfrastruktur ausgebaut und modernisiert werden muss. Daran arbeitet das Unternehmen.

In heute existierenden Wohnsiedlungen sieht Creos eine Kapazität, um rund die Hälfte der Fahrzeuge elektrisch zu betreiben. Sollte es zu Engpässen auf Ebene der Stromkabel beziehungsweise Trafos in den Ortschaften kommen, „werden die Netzbetreiber diese Probleme durch Netzmodernisierungen beheben“, meint Michels. In neuen Siedlungen werden die Netze indes bereits stärker ausgelegt.

Vergleichsweise unproblematisch ist die Anschaffung eines E-Autos in Einfamilienhäusern. Eine 11-kW-Wallbox lasse sich problemlos in einen üblichen Drei-Phasen-Anschluss mit 40 A integrieren.

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