Die nächste Generation Feuerwehrleute

Von Misch Pautsch

Wer brennendes Fett mit Wasser löscht, sprengt die Küche – das wissen in Lintgen schon die Sechsjährigen. In sechs Jahren wuchs die Truppe von zwei auf 22 Mitglieder. Zusammen mit weiteren Teams aus dem Land vertreten sie Luxemburg im Juli beim Internationalen Jugendfeuerwehrwettbewerb. Bis dahin müssen sie noch ein paar Sekunden schneller werden. Ein Besuch bei der nächsten Generation Feuerwehrleute.

"A droite, alignement!" Neun Jugendfeuerwehrleute richten sich am Ende der Rettungswache in Lintgen aus. Zu ihrer Rechten ein Hürdenlauf mit Tunnel, Wassergraben, Pumpen, Balancierbalken und einem Gerüst, an dem sie Knoten machen werden. So schnell wie möglich müssen die zehn- bis 15-Jährigen wieder in Reih und Glied auf der anderen Seite vor der Halle stehen, unterwegs vier Schläuche ausgelegt, zwei "Feuer" gelöscht, vier Knoten gemacht und vier Stücke Ausrüstung sortiert haben. "Lass!" Schlauchkupplungen klirren, Befehle werden gerufen. "Go! Go! Go!" Es ist ihr fünfter und letzter Versuch heute – 62 Sekunden. "Keine Fehler, gut! Aber in Tschechien wird das nicht reichen", sagt Jugendleiterin Désirée Thilgen. In vier Monaten findet dort der Internationale Jugendfeuerwehr-Wettbewerb (CTIF) statt. "Ihr wisst, wir wollen die 40 Sekunden erreichen", erinnert Jugendleiterin Thilgen die versammelte Mannschaft. Das wären sieben Sekunden besser als 2024 in Italien.

In einer Zeit, in der viele Jugendvereine Nachwuchsprobleme haben, ist die Zahl an Jugendfeuerwehrleuten in Lintgen innerhalb von etwa vier Jahren von zwei auf 22 gestiegen. Das geschah vor allem durch Mundpropaganda, sagen Hugo und Basti, zwei der ältesten der Lintgener Jugend: "Wir haben mit unseren Freunden geredet und die haben mit ihren Freunden gesprochen. Das ging plötzlich ganz von selbst." An der Schule haben sie Flyer verteilt und beim "Zesumme Fit"-Event der Gemeinde haben sie die Feuerwehr repräsentiert. Das Interesse wuchs schnell und heute scheint die nächste Generation Feuerwehrleute langsam aber sicher zusammengefunden zu haben. 

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