Die letzte Schwulenbar hat geschlossen. Was hat Luxemburg noch?
Von Alex Kuzmina, Lex Kleren Für Originaltext auf Englisch umschalten
Letz Boys war die letzte Schwulenbar in Luxemburg. Seit der Schließung im Februar gibt es im Land keinen einzigen Ort mehr, der sich dem queeren Nachtleben widmet. Ein Leiter eines Gemeindezentrums, ein Dichter und ein Lokalbesitzer beschreiben, was das bedeutet.
Die Wände der MK Bar Belval sind mit Graffiti und antifaschistischen Aufklebern bedeckt. Es gibt keine Regenbogenflagge an der Tür, kein Queer-Label auf dem Programm. Aber Besitzer Jacques Rasic glaubt nicht, dass er eine braucht. "Wenn man den Raum sieht, weiß man, dass man als kleiner faschistischer Junge vielleicht nicht hierher kommen möchte", sagt er. Die MK Bar ist kein queerer Veranstaltungsort. Es ist ein Musiklokal, das für alle offen ist. Seit im Februar die letzte luxemburgische Schwulenbar - Letz Boys - für immer geschlossen wurde, sind Orte wie Rasic's Anlaufstellen für die queere Community geworden. Die Frage ist, ob das ausreicht.
Für Sandra Laborier ist es das nicht. Seit der Eröffnung des Rainbow Centers in Luxemburg im Mai 2023 leitet sie das, was einer queeren Infrastruktur am nächsten kommt. "Das Wichtigste, was wir anbieten, ist ein Raum", sagt sie, "aber das ist nicht genug. Wir organisieren zum Beispiel auch Ausstellungen mit queeren Künstlern. Wir haben verschiedene Gruppen, die sich hier treffen. Wir sehen immer, was die Gemeinschaft braucht, was sie sich wünscht, und dann versuchen wir, das zu organisieren" Laborier nennt einige Beispiele für die Art von Veranstaltungen und Personen, die das Zentrum beherbergt, und erklärt: "Im Moment haben wir verschiedene soziale Gruppen. Wir haben zum Beispiel die 'Pink Ladies', eine queere Frauengruppe, die 'Golden Gays' für ältere queere Menschen, einen queeren Chor, der hier jede Woche probt, und eine queere Jugendgruppe, die von jungen Leuten selbst organisiert wird."
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