Der Weltraum ist zugemüllt - so könnte er aufgeräumt werden
Von Sherley De Deurwaerder, Lex Kleren, Misch Pautsch Für Originaltext auf Englisch umschalten
Über unseren Köpfen rasen Tausende von Bruchstücken toter Satelliten und Raketensplitter um die Erde. Auf lange Sicht könnten die Kollisionen die weltweite Kommunikation stören. In Luxemburg arbeiten Menschen wie Sabrina Andiappane von ClearSpace und Prof. Miguel Olivares Mendez von einem universitären Forschungsteam, das sich mit der aktiven Beseitigung von Weltraummüll befasst, an der Schaffung nachhaltigerer Umgebungen in der Umlaufbahn.
Du stehst in einer klaren Nacht in deinem Garten. Die Luft hat sich abgekühlt, die Straßenlaternen sind abgeblendet, und der Himmel hat sein vertrautes Muster angenommen – eine Ansammlung von Sternen, an die du dich noch halbwegs aus deiner Kindheit erinnerst. Mit ein wenig Geduld kannst du vielleicht sogar den Großen Bären ausmachen.
Was du nicht sehen wirst, zumindest nicht mit bloßem Auge, sind die Tausenden von menschengemachten Objekten, die sich denselben Raum teilen: tote Satelliten, verbrauchte Raketenstufen und Fragmente von Kollisionen. Die Erdumlaufbahn wird zunehmend überfüllt. Laut dem jüngsten Jahresbericht der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) über die Weltraumumwelt werden bis Ende 2024 fast 40 000 Objekte in der Erdumlaufbahn aktiv verfolgt, mehr als die Hälfte davon in der erdnahen Umlaufbahn (LEO), der für die Erdbeobachtung am meisten genutzten Region. Über das hinaus, was verfolgt werden kann, gehen Modelle von mehr als einer Million Fragmenten aus, die größer als ein Zentimeter sind, und von Dutzenden Millionen noch kleinerer Fragmente, die sich mit einer Geschwindigkeit bewegen, die hoch genug ist, um operative Satelliten zu beschädigen oder zu zerstören.
Du willst mehr? Hol dir den Zugang.
-
Jahresabo185,00 €/Jahr
-
Monatsabo18,50 €/Monat
-
Zukunftsabo für Abonnent*innen im Alter von unter 26 Jahren120,00 €/Jahr
Du hast bereits ein Konto?
Einloggen