Biodiversität vs. Bauwesen - der Knackpunkt

Von Camille FratiLex KlerenMisch Pautsch Für Originaltext auf Französisch umschalten

Der Naturschutz wurde mit dem Gesetz von 2018 gestärkt, das unter anderem ein strenges Verfahren festschreibt, sobald ein Bauvorhaben in Planung ist. Jacques Mersch berichtet über die Anwendung in der Praxis: Sein Beratungsunternehmen bewertet die möglichen Auswirkungen eines Bauprojekts auf die biologische Vielfalt.

Vielleicht wird das Jahr 2021 als ein entscheidendes Jahr für das Verständnis des Klimarisikos in Luxemburg in Erinnerung bleiben. Das Land hat erkannt, dass es sich gegen extreme und brutale Klimaphänomene wappnen muss. Überschwemmungen an der Mosel im Juni 2018, einen Tornado im Süden im August 2019, Monsterstürme im vergangenen Juli, mitten in einem besonders verregneten Sommer, wie in den anderen Ländern Westeuropas, als zur selben Zeit Süd- und Osteuropa unter sengender Hitze erstickten, die verheerende Brände förderte.

Die Auswirkungen und Erscheinungsformen des Klimawandels beschränken sich also nicht auf arme Länder und/oder solche, die in weit entfernten Teilen Asiens oder Lateinamerikas liegen. Sie machen sich nun auch hier bemerkbar, in einem Land, das an die Annehmlichkeiten seines gemäßigten Klimas gewöhnt ist und einfach nur bedauert, dass es nicht genug Sonne bekommt. Manche Warnlichter blinkten jedoch bereits seit mehreren Jahren. Sie wurden in dem vom Ministerium für nachhaltige Entwicklung in Auftrag gegebenen Biodiversitätsbericht 2015 offengelegt und überzeugten die DP-LSAP-déi gréng-Regierung, das Gesetz zum Naturschutz und der natürlichen Ressourcen von 2004 gründlich zu überarbeiten. Wissend, dass in der Zwischenzeit mehrere europäische Richtlinien verabschiedet wurden, die die Mitgliedstaaten dazu auffordern, einen wahren Tierartenschutz und ihrer natürlichen Lebensräume zu gewährleisten.

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