Opgepikt – Pony & Clyde

Par Pascal Steinwachs Article uniquement disponible en allemand

Corona-Frisen, Superturmes versus Cattenom, Schwiegertochter gesucht, Jerusalema, DP-Dämmerung … Es gibt viel zu lesen, packen wir’s an. Der satirische Wochenrückblick mit Pascal Steinwachs.

Wochenende

Wir erinnern uns daran, als ob es gestern gewesen wäre. Dabei war es keinesfalls gestern, sondern um einiges gestriger: Die Einführung des kostenlosen öffentlichen Personennahverkehrs (K-ÖPNV), die am 29. Februar vergangenen Jahres mit einer mega Sause mit toller Mucke im „neien Tramsschapp“ auf Kirchberg dermaßen heftig zelebriert wurde, als hätte es kein Morgen gegeben. Damals schworen wir uns, dass wir, wenn wir irgendwann, aus Mangel an richtigen Autos, doch noch gezwungen würden, uns eine Elektrokarre zuzulegen, wir dann – versprochen! – möglicherweise eines Tages auch mal dieses K-ÖPNV-Dings ausprobieren würden.

Wir erinnern uns allerdings genauso als-ob-es-gestern-gewesen-wäre-mäßig daran, dass am gleichen Tag, als die Welt gebannt auf das K-ÖPNV-Ereignis schaute, auch der erste Coronavirus-Fall das Großherzogtum erreichte, was Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Abend auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz ihren ersten großen Auftritt bescheren sollte.

Kein Wunder, dass das Wort-Blatt die LSAP-Ministerin am Samstag in seine „diese Gesichter prägen die Pandemie in Luxemburg“-Geschichte packte, die hier – gähn – als „DAS Gesicht der Pandemie“ geadelt wird. Die Redaktöse dieses Plötzlich-im-Rampenlicht-Artikels hatte dann sogar noch genug Energie, auch noch einen politischen Wochenrückblick zusammenzuklauben, in dem von einem „Full Metal Loulou“ die Rede geht, ohne aber – Frechheit! – zu erwähnen, dass diese Bezeichnung von uns, dem Journal, schon vor langen, langen, langen Jahren ins Leben gerufen wurde. Wenn das so weitergeht, dann müssen wir uns noch einen Patentanwalt nehmen.

CSV-Ikone Laurent Mosar ist leider kein Patent-, sondern nur Geschäftsanwalt, ansonsten er uns und unseren „Full Metal Loulou“ bestimmt verteidigen würde, aber auf Twitter ist er natürlich aktiv wie eh und je, wo er sich zur Abwechslung, wie immer jegliche Kommaregeln und Ortografie/Grammatik ignorierend, mal wieder, nein, nicht über die Grün*innen ärgert, sondern über den bundesdeutschen Corona-Papst Karl Lauterbach: „Manchmal hab ich das Gefühl dass ich in den letzten Wochen Karl Lauterbach öfters gesehen haben als meine Frau.“ Hm, …

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